Keine mediale Repräsentation "Outer Banks": Kritik an fehlender queere Rolle
Madison Bailey, Schauspielerin aus der Netflix‑Serie "Outer Banks", kritisierte kürzlich die finale Staffel dafür, dass ihre Figur Kiara nicht als Teil der LGBTIQ+‑Community geoutet wurde. Diese Aussage sorgt für Schlagzeilen bei Fans und in der Branche und lenkt die Aufmerksamkeit auf die mediale Repräsentation queerer Charaktere.
Das Wichtigste im Überblick
- Madison Bailey äußerte am 20. August 2026 in einem Interview mit Out, dass "Outer Banks" eine queere Darstellung vermissen lässt, und hätte sich gewünscht, dass Kiara sich in der Serie outet.
- Die Schauspielerin, die sich selbst als pansexuell bezeichnet, betonte, dass es nie zu spät sei, die LGBTIQ+-Szene zu repräsentieren.
- Sie selbst schaffe dafrür auch abseits der Serie Raum für Verbindungen.
- Bailey deutete an, dass sie selbst an einer queeren Rolle arbeite: „Sie ist auf dem Weg! Ich habe sie manifestiert.“
Inszenierter Wandel oder Ausblick?
Madison Bailey äußert ihren Wunsch, künftig queer-positive Rollen zu übernehmen – jenseits von Klischees und Tragik. Sie wünsche sich „Glück“ und „Freude“ in der Darstellung, keine traurigen Geschichten.
Dabei richtete sich die Schauspielerin auch an die Fans: Themen wie „Selbstgewählte Familie“ und Zusammenhalt seien starke Elemente von "Outer Banks", die queere Zuschauerinnen und Zuschauer ansprechen – gerade, wenn in weiten Teilen der Medienlandschaft sichtbare queere Repräsentation fehlt.
Hintergrund: Ihre bisherigen Statements
Die Position ist nicht neu: Schon 2023 erklärte Bailey gegenüber Mini V, dass es in "Outer Banks" keinerlei queere Figuren gebe, und dass sie diese Lücke bewusst wahrnehme. Zudem hatte sie schon zuvor betont, dass sie als pansexuelle Frau gerne Rollen verkörpern möchte, bei denen queere Menschen einfach ganz selbstverständlich präsent sind.
Wie geht es weiter?
Die Reaktion der Öffentlichkeit und von Branchenakteurinnen und Branchenakteuren bleibt abzuwarten. Ob Netflix oder die Produzentinnen und Produzenten auf Baileys Forderung eingehen, ob sie in einem zukünftigen Projekt eine queere Rolle erhält – all das steht offen. Klar ist: Bailey macht mit ihrem Statement deutlich, dass queere Repräsentation mehr ist als ein Identifikationsmerkmal – sie ist ein bewusstes, lebendiges Element, das Freude und Vielfalt zeigen kann.