Der Bart ist ab Froonck Matthée kehrt mit neuem Look ins ZDF zurück
Frank "Froonck" Matthée, seit Jahren bekannt als Deutschlands wohl schillerndster Hochzeitsplaner, hat sich nach fast fünf Jahren TV-Pause auf die Bildschirme zurückgearbeitet. In der ZDF-Serie „Duell der Hochzeitsprofis“, die ab dem 6. September 2026 ausgestrahlt wird, überrascht Froonck mit einem völlig neuen Look: Der legendäre Vollbart ist Vergangenheit. Diese Entscheidung ist nicht nur ein modisches Statement, sondern offenbart viel über das Verhältnis von Selbstinszenierung, Medienmechanismen und queerer Sichtbarkeit – eine Bühne, auf der der Bart mehr als nur Haar ist.
Das Wichtigste im Überblick
- Frank Matthée feiert TV-Comeback im ZDF-Format „Duell der Hochzeitsprofis“.
- Nach fünf Jahren tritt er erstmals ohne seinen markanten Vollbart auf.
- Er trägt nun einen akzentuierten Oberlippenbart, inspiriert vom Wunsch, sich von dominierenden TV-Trends abzuheben.
- Frooncks Outfits in der neuen Sendung stammen von seinem Partner.
- Die ersten Folgen sind ab 4. September 2026 in der ZDF-Mediathek abrufbar.
Ein TV-Comeback als modische Statement-Studie
Wer Froonck je als flamboyanten Taktgeber der deutschen Hochzeitskultur erlebt hat, weiß: Sein Bart war Teil seiner Marke, fast wie ein Logo in lebender Form. Jetzt ist er weg. Auf den ersten Blick wirkt der neue Oberlippenbart fast harmlos, doch genau dort liegt die spröde Kinomagie dieses TV-Comebacks. Froonck hat seinen Look nicht nur modernisiert, sondern entschlossen dem Mainstream widersprochen. Er begründet seinen Schritt mit einer nüchternen Analyse des Fernsehens. Wenn „plötzlich fast jeder Moderator im Fernsehen Vollbart trägt“, dann sei es Zeit für den eigenen Kurswechsel, sagt er. Für die Kamera ein Akt der Subversion, für den Zuschauer ein überraschender Bruch mit einem liebgewonnenen Bild.
Outfits als Inszenierungswerk: Gestaltet vom Partner
Das visuelle Erscheinungsbild von Froonck im neuen Format ist nicht allein Produkt seiner Ideen. Die Verantwortung für die auffälligen Outfits übergab er – ganz im Sinne eines filmischen Co-Regisseurs – seinem Partner. Auch das verweist auf die Kraft und Perspektivenvielfalt queerer Kollaboration im deutschen TV. Statt sich einem rein persönlichen Narzissmus hinzugeben, demonstriert Froonck, dass Fernsehen immer Teamleistung ist. Seine Looks changieren zwischen flamboyantem Showman und zurückhaltender Stilikone. Für Zuschauerinnen und Zuschauer mit Sinn für Kinoästhetik ergeben sich so Reminiszenzen an klassische Screwball-Komödien der 1940er Jahre, in denen Kleidung, Haar und Auftreten Teil einer größeren Erzählung sind.
Entscheidung gegen das Bart-Trend-Monopol im deutschen Fernsehen
Inmitten eines Fernsehjahrzehnts, das den Bart wiederentdeckt hat, nimmt sich Froonck das Recht auf Individualität. Was für die einen wie eine banale Stylingfrage aussieht, erhält auf dieser TV-Bühne eine politische Dimension: Sichtbarkeit, Aneignung und Wiederaneignung queerer Codes. Der Rückschnitt auf das Wesentliche verleiht der Figur Froonck eine neue Lesart. Die Entscheidung demonstriert, wie sehr auch kleine äußere Veränderungen in Reality- und Promi-Formaten den Erzählraum erfrischen können.
Die ersten Folgen von „Duell der Hochzeitsprofis“ stehen ab 4. September 2026 in der ZDF-Mediathek, linear folgt die Ausstrahlung am 6. September. Für alle, die Kino- und TV-Bilder als soziale Bühne verstehen, ist Frooncks neue Inszenierung ein lehrreiches Beispiel für die Kunst, immer wieder neue Rollen und Blicke zu wagen – Bart hin, Bart her.