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Valentinstag Tag der Liebe oder nur Kommerz?

js - 12.02.2018 - 07:00 Uhr
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Am 14. Februar ist es wieder soweit. Paare schenken sich Blumen, Pralinen oder andere Aufmerksamkeiten. Und die Singles unter uns sparen einfach nur Geld. Aber woher kommt dieser Tag eigentlich? Viele sind sich einig, dass der Valentinstag von den Blumenhändlern und der Süßwarenindustrie erfunden wurde. Aber stimmt das wirklich?

In den meisten Ländern gilt der 14. Februar als Tag der Liebenden. In anderen Regionen ist er gar verboten. Laut Brauchtum geht der Valentinstag auf einen oder mehrere christliche Märtyrer namens Valentinus zurück. Hierbei ist nicht klar, ob es sich um Valentin von Terni oder Valentin von Viterbo handelt. Er war viel besser als Valentin von Rom bekannt und soll als Priester, trotz des Verbotes durch Kaiser Claudius II., nach kirchlichem Ritus, Paare getraut haben. Dabei soll er den Liebenden Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, standen der Überlieferung nach unter einem guten Stern. Auf Befehl des Kaisers, wurde er am 14. Februar 269 n. Chr. wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.

Valentin Terni wurde wegen seiner heilenden Fähigkeiten nach Rom gerufen, um den verkrüppelten Sohn eines Rhetors zu heilen. Aufgrund seines Erfolges wurde er verhaftet, eingekerkert, an den Pranger gestellt und schließlich am 63. Meilenstein, der nach Rom führenden Via Flaminia enthauptet, nachdem er vor dem Kaiser das Opfer verweigerte.
Ob es sich nun bei Valentin von Rom und Valentin von Terni um dieselbe Person handelt ist nicht geklärt und konnte auch nicht anhand der Reliquien entschieden werden.

Im antiken Rom gedachte man am 14. Februar außerdem der Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie. Den Frauen wurden an diesem Tag Blumen geschenkt.

Offiziell wurde der 14. Februar 469 n. Chr. von Papst Gelasius I. als Gedenktag für die ganze Kirche eingeführt. 1969 wurde er jedoch aus dem römischen Generalkalender gestrichen. Noch heute finden vereinzelt Gottesdienste am Valentinstag statt, bei denen Ehepaare gesegnet werden.
Seit dem 15. Jahrhundert werden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Die englischen Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die Vereinigten Staaten. So kam der Valentinstag durch die US-Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg nach Deutschland.
1950 wurde dann der erste Valentinsball in Nürnberg veranstaltet. Blumen sind das beliebteste Geschenk der Valentinspaare. 2013 transportierte die Lufthansa Cargo 1000 Tonnen Rosen nach Deutschland.

Doch auch in anderen Ländern ist der Valentinstag populär. In Japan beschenken die Frauen die Männer mit Schokolade und in Südafrika wird dieser Tag als öffentliches Fest gefeiert. Die Menschen tragen weiße und rote Kleidung, als Symbol für die Reinheit der Liebe.
Ob man den Valentinstag nun zelebriert oder lieber auf die anderen 364 Tage im Jahr setzt, seinem Partner die Liebe zu zeigen, bleibt jedem selbst überlassen. Auch muss es nicht immer der Strauß rote Rosen oder das Pralinenherz sein. Ein paar liebe Worte, ein schöner Abend und ein selbstgekochtes Essen reichen manchmal auch aus.
 

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