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Fit für die erste Radtour! // © svetikd
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Checkliste Fit für die erste Radtour!

kk - 31.03.2019 - 07:00 Uhr
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Die ersten Sonnenstrahlen kitzeln nicht nur im Gesicht, sondern auch unsere Lust, sich endlich wieder im Freien zu bewegen: Und das Frühjahr ist die perfekte Jahreszeit für eine Radtour! Schließlich werden dadurch die Glückshormone angekurbelt und die Fettverbrennung gleich mit. Denn der Winterspeck hat bei uns allen Spuren hinterlassen und Fahrradfahren lässt Pfunde effektiv purzeln. Je nach Geschwindigkeit, Alter und Körpergewicht verbrennt man hier bei einer Stunde zwischen 200 und 800 Kalorien. Also nichts wie raus an die frische Lust und stimmungshebende Sonne? Ja, doch die Ausfahrt will auch vorbereitet sein, denn sowohl der eigene Körper als auch das Material sollte vorher überprüft werden.

Hier also eine Checkliste für die erste Radtour des Jahres:

Das richtige Training
Das Treten in die Pedale ist der ideale Sport, um nach den trägen Wintertagen wieder in Schwung zu kommen: Aber übertreiben sollte man es nicht, auch wenn circa zwei Drittel des Körpergewichts auf dem Sattel lasten. Radfahren ist zwar extrem gelenkschonend, aber ein zu Beginn zu heftiges Training führt zu Schmerzen in Rücken, Nacken oder Knien. Damit es nicht soweit kommt, sollte man es also langsam angehen lassen und zu Beginn nur kurze Strecken planen. Perfekt sind 20 bis 40 Minuten dreimal wöchentlich mit niedrigen Gängen und gleichmäßigem Tritt zu radeln. So gewöhnt man sich wieder an die Belastung und wird kontinuierlich fitter.

Die richtige Haltung
Nicht nur im Leben, auch beim Fahrradfahren kommt es auf die Haltung an: Bei einem falsch eingestellten Lenker oder Sattel, nimmt der Körper automatisch eine falsche Haltung ein und das führt dann zu Schmerzen in Rücken, am Po oder in den Armen. Per Wasserwage kann man die Sitzfläche des Sattels jedoch perfekt justieren und sicherstellen, dass diese waagerecht ist. Die Faustregel zur richtigen Kompletthaltung lautet: Im Sattel sitzend und das Pedal ganz nach hinten gedrückt, sollte das Knie stets leicht gebeugt bleiben. Der Lenker ist dann richtig eingestellt, wenn dessen Position etwas höher als die des Sattels ist. Wer sich unsicher ist, sollte im Fahrradfachladen nachfragen – hier hilft man gerne weiter.

Die richtigen Positionen
Wie man auf dem Rad sitzt, ist enorm wichtig und so gibt es für (fast) jede Körperstelle Tipps für die ideale Haltung und wir fangen mal von oben nach unten an:

  • Das Kinn sollte leicht zur Brust gezogen werden
  • Der Nacken sollte möglichst lang gemacht werden
  • Die Schulter sollten stets nach hinten gezogen werden
  • Der Rücken sollte niemals krumm sein
  • Die Ballen sollten immer in die Pedale treten


Der richtige Materialcheck
Doch was nützt alle körperliche Vorbereitung, wenn das Material nach den ersten Kilometern schlapp macht? Deshalb sollte man auch das Fahrrad einem gründlichen Frühjahrscheck unterziehen und auch dieses fit für die erste Ausfahrt machen. Um den winterschläfrigen Drahtesel wieder aufzuwecken sollte man zunächst die Grundfunktionen überprüfen: Funktioniert noch alles bei Gangschaltung, Bremse und Licht? Vor allem kaputte Bremsen sind ein extremes Risiko und man zieht diese gegebenenfalls nach. Ebenfalls wichtig ist der Luft- und Reifendruck: Nach einer langen Fahrpause können sich nämlich kleine Risse einschleichen und der Druck kann nicht mehr passen. Welcher der korrekte ist, ist auf der Flanke des Reifens zu finden.

Der richtige Frühjahrsfahrradputz
Wer lange Freude an seinem Fahrrad haben möchte, sollte es auch pflegen und dazu gehört auch das (leidige) Putzen: Hier muss besonders der Kette große Aufmerksamkeit gewidmet werden und deren Reinigung sowie Ölen ist Pflicht. Am besten dazu die Fahrradkette mit einer Bürste oder einem Tuch sauber machen, dann mit etwas Öl schmieren. Am Ende folgt noch die gründliche Reinigung der Felgen, die sich am besten mit einer Zahnbürste oder auch einem Schwamm bearbeiten lassen. Wenn das Rad nun wieder glänzt, werden auch Sie garantiert strahlen!

Die richtige Ausrüstung
Eine Helmpflicht besteht in Deutschland zwar nicht, dennoch ist es äußerst ratsam, sich einen zu besorgen – auch wenn die erste Frühjahrsausfahrt gemütlich angegangen wird. Unfälle können leider immer passieren und da hat schon so mancher Helm das Leben gerettet. Und da zu jeder Radtour auch eine Pause gehört, sollte man auch an ein gutes Schloss denken, mit dem man seinen Drahtesel sicher an einem fest Punkt anschließen kann. Denn wie ärgerlich wäre es, zum Beispiel nach einer Einkehr im Biergarten, zu Fuß heimgehen zu müssen?

Die richtige Ernährung
Apropos Pause: Hunger und Durst sind während einer Tour eine Tortur, deshalb sollte man sich Gedanken zum richtigen Essen und Trinken machen: Im Rucksack und in den Trikottaschen lassen sich gut Bananen, Energieriegel und Brote verstauen. Diese Nahrungsmittel sind auch ideal zum zwischendurch essen, so dass Hunger erst gar nicht beim Fahren auftreten kann. Zum Trinken eignen sich am besten Wasser, das viel Magnesium, Calcium und Kalium enthält, Fruchtsaftschorlen, Tee, Malzbier, Milch sowie Milchmixgetränke, Gemüsesaft oder spezielle Sportgetränke. Letztere haben den Vorteil, dass auch wichtige Mineralien mitaufgenommen werden, die durch das Schwitzen verloren gegangen sind.

Fazit:
Frühling und Fahrradfahren passen perfekt zueinander: Mit der richtigen Vorbereitung, macht die erste Ausfahrt nicht nur Spaß – sie macht fit und ist zudem gut für die Umwelt. Und vielleicht kommt der ein oder andere ja so sehr auf den Geschmack, dass er den ganzen Sommer über das Auto in der Garage lässt und mit dem Rad zur Arbeit oder Einkaufen fährt schließlich gibt es inzwischen auch coole Lastenräder. Wer allerdings zu weite Strecken oder steile Berge scheut, dem sei noch eine andere Alternative ans Herz gelegt: Ein E-Bike. Sie sehen: Es gibt keine Ausreden, im Frühjahr nicht in die Pedale zu treten!

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