Wegen mangelnder Diversität Co-Schöpferin von „Friends“ spendet für Afrika-Studien
Die Kultserie „Friends“ von Marta Kauffman und David Crane wurde und wird immer wieder dafür kritisiert, dass sie zu wenig inklusiv und divers war. Jetzt entschuldigte sich Kauffman dafür: Es habe lange gedauert, bis sie das Problem begriffen habe. Mittlerweile schäme sie sich.
Systemischer Rassismus
„Ich habe in den letzten 20 Jahren viel gelernt“, so Kauffmann laut Deadline. „Es ist nicht einfach, Schuld zuzugestehen und zu akzeptieren. Es ist schmerzhaft, sich im Spiegel zu betrachten. Ich schäme mich dafür, dass ich es vor 25 Jahren nicht besser wusste.“ Wie Kauffmann der Los Angeles Times erklärte, hatte sie damals den Eindruck, dass die Menschen zu Unrecht auf „Friends“ herumhackten. Doch nach dem Tod George Floyds habe sie begonnen, sich wirklich mit dem Thema auseinanderzusetzen – und damit, welchen Einfluss sie selbst auf den Fortbestand des systembedingten Rassismus hatte.
Spende für Professur
Letzten Monat tätigte Kauffmann eine Spende über 4 Millionen Dollar an die Brandeis University, die sie auch selbst absolvierte. Die Gelder sind für die Einrichtung einer Stiftungsprofessur in der Abteilung für afrikanische und afro-amerikanische Studien bestimmt. Damit will Kauffmann als weiße Frau einen Beitrag zum Kampf gegen den Rassismus leisten. Von nun an wolle sie außerdem bei jeder Produktion bewusst People of Color vor und hinter der Kamera engagieren.