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Troye Sivan zeigt Gefühle Ex-Freund rührt zu Tränen, Album-Kritik nimmt er mit Humor

Von ms - 12.10.2026 - 16:00 Uhr
Troye Sivan zeigt Gefühle
Foto: X / troyesivan
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Der schwule australische Popstar Troye Sivan (31) hat mit „She's the Best“ am letzten Freitag sein viertes Studioalbum veröffentlicht. Die Platte verbindet elektronische Clubmusik mit persönlichen Texten über schwule Identität, Einsamkeit und die Suche nach einer dauerhaften Beziehung. Während der Sänger in seinen Musikvideos selbstbewusst mit seinem Körper und seiner Sexualität umgeht, zeigt er sich in seinen neuen Songs zunehmend verletzlich. Online sprach er jetzt außerdem über seinen Ex-Freund und Kritik am neuen Album, das „zu schwul“ sei. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Neues Album: „She's the Best“ begeistert Kritiker und Fans, zumindest fast alle. 
  • Die Mischung aus House, Trip-Hop, Breakbeats und orchestralem Pop wird besonders hervorgehoben. 
  • Sivan setzt sich öffentlich mit seiner Homosexualität auseinander und begegnet der Kritik, seine gesamte öffentliche Identität und sein neues Album drehen sich nur darum, mit viel Humor.
  • Offener Umgang mit dem Körper – digitale Nacktheit und erotische Szenen seien kein Problem, betonte der Popstar.  
  • Über ein Wiedersehen mit seinem früheren Freund Jacob Bixenman berichtete Sivan, dass ihn die Situation unerwartet zu Tränen gerührt habe.

Viel Lob für neues Album

Das Album folgt auf „Something to Give Each Other“ aus dem Jahr 2023, mit dem Sivan internationale Erfolge feierte. Seine bisherige Karriere brachte ihm Milliarden Streams und drei Grammy-Nominierungen ein. Auch das neue Werk erhält bereits jetzt viele positive Kritiken. Das Musikmagazin Rolling Stone bezeichnete „She's the Best“ als Sivans bislang bestes Album. Viele andere Kritiker schließen sich diesen Bewertungen inhaltlich bisher an. Für „She's the Best“ arbeitete Sivan unter anderem mit den Produzenten Jack Antonoff und George Daniel zusammen, der auch als Mitglied der britischen Band The 1975 bekannt ist.

Musikalisch bewegt sich die Veröffentlichung zwischen House, Trip-Hop, Breakbeats und orchestralem Pop. Neben tanzbaren Stücken stehen ruhigere Songs, die sich mit emotionaler Nähe, vergangenen Beziehungen und unerfüllten Wünschen beschäftigen. Die Platte wirkt dadurch wie ein musikalisches Tagebuch, in dem ausgelassene Partynächte und persönliche Unsicherheit nebeneinanderstehen. Sivan selbst beschreibt das Album als ein Bild seines Lebens in unterschiedlichen Stimmungen und Farben. Neben den Höhepunkten der vergangenen Jahre beschäftige er sich darin auch mit der Einsamkeit und Sehnsucht, die hinter seinem öffentlichen Erfolg gestanden hätten.

Album ist „zu schwul“

Der Sänger setzte sich am Wochenende auch öffentlich mit seiner Rolle als schwuler Künstler auseinander. Auf den Vorwurf eines Kritikers, seine gesamte öffentliche Identität sowie sein neues Album bestehe nur darin, schwul zu sein, reagierte er demonstrativ mit Humor. „Ich bin schwul ... schwul, schwul, schwul, schwul“, erklärte er. Für Sivan ist seine Homosexualität ein selbstverständlicher Bestandteil seiner Persönlichkeit und seines künstlerischen Ausdrucks. Dazu gehört auch sein offener Umgang mit dem eigenen Körper.

Bereits 2023 sorgte er während der Veröffentlichung seines Albums „Something to Give Each Other“ mit freizügigen Aufnahmen und Musikvideos für Aufmerksamkeit. Auch im Vorfeld seines aktuellen vierten Albums zeigte er viel nackte Haut und intime Sexszenen inklusive Rimming, einem gespielten Orgasmus oder heißem Sex in einer Duschkabine. Probleme damit habe er keine mehr, wie er jetzt erklärte. Er setze gerne seinen Körper ein, um auf seine Musik aufmerksam zu machen. Und, so Sivan, er habe inzwischen so viele Nacktszenen gedreht, dass es sich für ihn inzwischen ganz und gar nicht mehr erotisch anfühle. Man zeige die technischen Abläufe wie festgelegt und wenn der Regisseur „Cut“ ruft, gehe jeder wieder seine Wege. Wichtig sei nur, dass die Stimmung für das Publikum gut transportiert werde. Bereits drei Jahre zuvor hatte er zu seiner körperbezogenen Arbeit betont: „Ich mag meinen Körper, und ich glaube, das ist manchen Menschen unangenehm.“ 

Große Liebe Jacob Bixenman 

Emotional wurde Sivan gegenüber der britischen Presse dann in anderer Sache: Hinter den selbstbewussten Auftritten beschäftigt sich Sivan auch mit persönlichen Verlusten und vergangenen Beziehungen. Besonders emotional äußerte er sich dabei über seinen früheren Freund, den Fotografen Jacob Bixenman. „Er war gewissermaßen die große Liebe meines Lebens, würde ich sagen. Zumindest bisher“, erklärte Sivan über seinen Ex-Partner. Bei einem späteren Fotoshooting kam es zu einem Wiedersehen der beiden Männer. Nach Sivans Darstellung hatte er Bixenmans Namen zunächst beinahe scherzhaft auf eine Liste möglicher Fotografen gesetzt. „Ich habe seinen Namen fast wie einen Witz mir selbst gegenüber auf die Liste der Fotografen geschrieben. Ich dachte: Das wäre irgendwie verrückt.“ 

Die beiden hatten bereits früher künstlerisch zusammengearbeitet. Für Sivans Album „Bloom“ war ein kleines Heft mit Fotografien erschienen, die Bixenman von ihm aufgenommen hatte. Sivan berichtete, er sei jetzt zunächst völlig entspannt zu dem erneuten Treffen gegangen. Während einer Aufnahme habe sich seine Stimmung jedoch schlagartig verändert. Im Hintergrund sei Musik von Phoebe Bridgers gelaufen. Als Bixenman sich vorbeugte, um ein Foto zu machen, habe Sivan plötzlich Veränderungen in dessen Gesicht wahrgenommen. „Ich konnte Fältchen um seine Augen sehen, die er nicht hatte, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe“, erinnerte sich der Sänger. Dieser Augenblick habe ihn unerwartet tief getroffen. „Ich dachte: Scheiße, ich muss etwas sagen. Sonst werde ich auf diesem Foto wirklich seltsam aussehen.“ Daraufhin habe er seine Gefühle angesprochen und kurz, aber heftig geweint. „Ich habe etwas gesagt und dann einen Moment lang richtig, richtig geweint“, schilderte Sivan. Die Begegnung verdeutlicht eine persönliche Seite des Künstlers, die auch auf seinem neuen Album eine wichtige Rolle spielt.

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