Queer-Vorbild setzt Maßstab Ross Antony eröffnet "Let's Dance" mit quirligem Charleston
Am Freitagabend bebte die RTL-Bühne, als Ross Antony mit seinem Charleston zur Überraschung vieler die 19. Staffel von „Let's Dance“ eröffnet – und gleich mit voller Punktzahl von der Jury abräumte. Zusammen mit Tanzpartnerin Mariia Maksina fegte er mit überschäumender Energie übers Parkett und katapultierte sich damit direkt auf Platz eins. In einem Jahr, das bereits durch seine queere Diversität bei Deutschlands beliebtester Tanzshow auffällt, lieferte der quirlige Brite ein echtes Ausrufezeichen.
Charleston-Fieber und Sternstunden
Ross Antonys Performance war das Gesprächsthema des Abends: Zu „I Don’t Feel Like Dancing“ sprühte das Duo förmlich vor Lebensfreude und überzeugte neben Standing Ovations auch mit satten 25 Jury-Punkten. Damit setzte Antony nicht nur ein musikalisches Glanzlicht, sondern bewies: Technik und Show müssen kein Gegensatz sein – auch wenn Joachim Llambi warnte, dass es in den nächsten Wochen deutlich anspruchsvoller werde. Dicht auf den Fersen: Jan Kittmann mit einer blitzsauberen Jive-Nummer, ebenfalls umjubelt.
Im Mittelfeld glänzten Influencerin Bianca Heinicke und No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa. Doch keiner tanzte sich so in die Herzen der Jury wie Antony. Die Musikauswahl zeigte sich in dieser Staffel übrigens wieder herrlich vielseitig – von Salsa bis Quickstep war alles dabei. Interessantes Detail: Während der klassische Cha-Cha-Cha fast schon eine Rarität wurde, sorgten gleich drei Jive-Einlagen für Schwung.
Jury-Schock und unerwartetes Happy End
Nicht alle schwebten auf Wolke sieben – Schlagerstar Anna-Carina Woitschack enttäuschte mit mageren 14 Punkten. Für Sonya Kraus und Comedian Simon Gosejohann kam es mit den letzten Plätzen im Ranking noch schlimmer. Und dann war da noch Vanessa Borck: Die lesbische Influencerin landete mit Tanzpartnerin Victoria Sauerwald auf dem allerletzten Platz, wurde aber durch das Publikums-Voting vor dem Aus gerettet. Bemerkenswert: Die beiden bilden das einzige gleichgeschlechtliche Paar der Show und stehen damit ganz besonders im Rampenlicht.
Ein Showstart mit Signalwirkung
Mit Ross Antony dominiert ein offen schwuler Entertainer die Schlagzeilen. Nicht nur steigern solche Auftritte die Akzeptanz, sie zeigen einmal mehr, dass Talent und Sichtbarkeit in der Primetime einen echten Unterschied machen. Nach Quotenrekorden der vergangenen Staffeln scheint „Let's Dance“ mehr denn je auf queere Vielfalt zu setzen und trifft damit den Zeitgeist. Wer in den kommenden Wochen das Parkett verlässt, bleibt offen – aber Antony hat schon jetzt bewiesen, dass er bereit ist, sich an die Spitze zu wirbeln.
Bleibt nur eine Frage offen: Wer wagt nächsten Freitag den Charleston-Thron zu stürmen – oder tanzt jemand doch noch Ross Antony von seinem Platz?