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Muscial-Premiere in Berlin Rosenstolz-Team thematisiert die schwulen 90er Jahre

Von ms - 23.03.2026 - 09:30 Uhr
Muscial-Premiere in Berlin
Foto: IMAGO / BREUEL-BILD
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Mit großer Begeisterung und Freude wurde am Wochenende im Theater des Westens das neue Berliner Musical „Wir sind am Leben“ gefeiert. Das Publikum belohnte die Premiere mit lautem Applaus, Jubel und Mitsing-Einlagen. Das Musical, das von dem erfolgreichen Ex-Rosenstolz-Duo Peter Plate und Ulf Leo Sommer geschrieben wurde, lässt das alternative Berlin der 1990er-Jahre wiederaufleben und sorgt für eine emotionale Achterbahnfahrt: von Lachen und Tränen bis hin zu Gänsehaut-Momenten.

Viele Promis auf dem roten Teppich

Die Premiere lockte zahlreiche prominente Gäste ins Theater, darunter Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) mit seiner Partnerin, der ehemalige Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), Eislauflegende Katarina Witt, die ehemalige Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne), Regisseur Detlev Buck, Sänger Max Raabe und die Kolleginnen Angelika Milster, Kim Fisher sowie Judy Winter, Schauspieler Georg Uecker, Lukas Sauer und Brix Schaumburg, Georg Preuße alias Mary mit Ehemann Jack Amsler, Schauspielerin Katy Karrenbauer sowie Chansonnier und Schauspieler Tim Fischer. Viele Gäste waren im Stil der 1990er-Jahre erschienen.

Das Leben der schwulen Szene

„Wir sind am Leben – Das Berlin Musical“ entführt die Zuschauer in das alternative Berlin der 1990er-Jahre nach dem Mauerfall und zeigt die chaotischen, aber auch aufregenden Seiten dieser Zeit. Das Musical erzählt die Geschichte einer Wohngemeinschaft in einem besetzten Abbruchhaus in Berlin-Friedrichshain und zugleich das Leben der schwulen Szene im neuen Berlin. Ein Künstler, der als Marlene Dietrich auftritt, erkrankt an Aids; sein Freund, ein ehemaliger Tänzer aus der DDR, sucht in der Hauptstadt ein neues Engagement. Ein lesbisches Paar bekommt ein Kind, entfremdet sich aber zunehmend. Und die junge Sängerin Nina wird von ihrem Bruder Mario aus der ostdeutschen Provinz besucht, der sich in Berlin mit seinem schwulen Coming-Out auseinandersetzen muss. Schließlich sorgt die Mutter von Nina und Mario, eine Friseurmeisterin mit blonder Dauerwelle und Leopardenjacke, für zusätzlichen Trubel in der WG. 

Humor und Trauer 

Der Humor des Musicals macht Freude und Rosenstolz-Fan dürften beim rockigen Lied „Die Schlampen sind müde“ feuchte Augen bekommen. Sex, Drogen und ein Polizeieinsatz dürfen ebenso wenig fehlen wie Trauer und Tod in der Ära von Aids sowie Themen wie Selbstfindung und Überlebenshumor. Musikalisch reicht das Spektrum von sanften Klängen bis hin zu rockigen Rhythmen und von kitschigen Melodien bis zu Elektro-Beats, alles begleitet von einer Live-Band auf der Empore. 

Es ist das fünfte Musical des erfolgreichen Autorenpaares Plate und Sommer, die mit Stücken wie „Ku’damm 56“, „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ oder „Die Amme“ große Erfolge feierten. „Wir sind am Leben“ sei eine eigene Erinnerung an diese vergangenen Zeiten, so die Autoren, die mit dem Musical die Musik, Geschichten und Gefühle der 1990er aufleben lassen wollen.

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