Kultfilm neu geschnitten Premiere von "Freier Fall" Recut in Berlin geplant
Mehr als ein Jahrzehnt nach der Erstveröffentlichung erlebt der schwule Kult-Film „Freier Fall“ eine Neuauflage. Das Drama von Regisseur Stephan Lacant war 2013 erschienen und galt schnell als einer der bedeutendsten schwulen Filme des Jahres.
Das Wichtigste im Überblick
- „Freier Fall“ erscheint 13 Jahre nach dem Original in einer neuen Schnittfassung
- Regisseur Stephan Lacant hat bislang unveröffentlichte Szenen integriert
- Die Premiere von „Freier Fall – Wer du bist“ findet am 1. Juni in Berlin statt
- Anschließend ist ein Publikumsgespräch mit dem Filmteam geplant
- Ab 7. Juni läuft der Film beim Streamingdienst Q Studios Berlin
- Fans hoffen jetzt auch verstärkt auf eine Fortsetzung des Kultfilms
Kultfilm aus dem Jahr 2013
Im Zentrum der Handlung steht Marc, ein Polizist Mitte dreißig, dessen Alltag scheinbar geordnet verläuft: beruflicher Aufstieg bei der Bereitschaftspolizei, eine schwangere Partnerin und ein gemeinsames Haus. Während einer Fortbildung begegnet er jedoch seinem Kollegen Kay. Beim gemeinsamen Training entwickelt sich zwischen den beiden eine Nähe, die Marcs bisheriges Leben zunehmend infrage stellt.
Neue Perspektive
Die Hauptrollen übernahmen damals Hanno Koffler als Marc und Max Riemelt als Kay. Katharina Schüttler spielte Bettina, Marcs schwangere Freundin, die Veränderungen wahrnimmt, obwohl ihr die Hintergründe verborgen bleiben. Nun erhält die Geschichte eine neue filmische Form. Unter dem Titel „Freier Fall – Wer du bist“ hat Lacant das ursprüngliche Material neu bearbeitet und um bisher unveröffentlichte Szenen ergänzt. Dadurch soll sich laut Ankündigung eine andere Perspektive auf die bekannte Handlung eröffnen.
Die Premiere der neuen Fassung ist für kommenden Montag, den 1. Juni, um 21.30 Uhr im Berliner Kino International vorgesehen. Die Vorführung findet im Rahmen der Filmreihe „MonGay“ statt. Nach dem Screening will das Team gemeinsam mit dem Publikum über die Neuinterpretation sprechen. Wenige Tage später, ab dem 7. Juni, soll der Film beim Streaminganbieter Q Studios Berlin verfügbar sein, der sich auf queeres Kino spezialisiert hat. Ob und wann und wie es einen bundesweiten Kinostart geben könnte, ist offen.
Kommt eine Fortsetzung?
Ebenso fiebern die vielen Fans hoffnungsvoll einem zweiten Teil der Geschichte entgegen. Immer wieder gab es online in den letzten Jahren Ankündigungen, dass eine Fortsetzung in der Entwicklung sei. Ein Filmprojekt mit dem Titel „Freier Fall 2“ wird seit Jahren auch nach wie vor in Film-Datenbanken wie IMDb geführt und angekündigt. Laut Moviepilot sollen auch Regisseur Stephan Lacant sowie die Hauptdarsteller Koffler und Riemelt wieder mit dabei sein. Inhaltlich soll die Geschichte von Marc und Kay weitererzählt werden.
Bereits 2016 wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um die Finanzierung des Films zu unterstützen. IMDb erwähnt, dass darüber weiterhin Geld gesammelt werde. Viele Filmseiten nennen Jahreszahlen wie 2027 oder 2028 als Erscheinungstermine, diese gelten aber nicht als bestätigt. Der tatsächliche Produktionsstatus ist weiter unklar, auch gibt es weder einen Trailer, noch einen bestätigten Drehstart oder eine offizielle Mitteilung zu einem Kinostart. Trotzdem machen sich Fans jetzt verstärkt Hoffnung, dass mit der nun veröffentlichen Neufassung endlich auch Teil 2 aktiv angepackt wird. Vielleicht verrät Regisseur Lacant bei der Premiere in Berlin neue Details.