Direkt zum Inhalt

„Homosexualität gibts nicht“ Elliot Page über verstörenden Vorfall mit Schauspiel-Star

Von co - 07.06.2023 - 18:43 Uhr
Elliot Page über verstörenden Vorfall mit Schauspiel-Star
Foto: © Cover-Images
ANZEIGE
Loading audio player...

Der kanadische Schauspieler Elliot Page (36) gehört zu den berühmtesten trans* Personen der Welt. Bekannt wurde er mit Rollen in „Juno“, „X-Men“ und der Netflix-Serie „Umbrella Academy“. Vor seinem Coming-out als trans* Person lebte Page sechs Jahre lang als offen lesbische Frau. Gestern (6. Juni) veröffentlichte der Schauspieler seine Autobiographie mit dem Titel „Pageboy: Meine Geschichte“. Das Buch erzählt von seiner Selbstfindungsreise und beleuchtet auch die aus queerer Perspektive unschönen Seiten Hollywoods. 

Verbaler Übergriff durch Star

Im Kapitel „Berühmtes Arschloch auf Party“ berichtet Page von einem verbalen Übergriff durch einen bekannten Schauspieler. Auf einer Geburstagsfeier in Los Angeles, etwa zwei Monate nach Pages Coming-out als lesbische Frau, wurde er von einem Bekannten auf seine Homosexualität angesprochen: „Du bist nicht homosexuell. Das gibt es nicht. Du hast nur Angst vor Männern. […] Ich werde dich ficken, damit dir klar wird, dass du nicht homosexuell bist.“

Einige Tage darauf habe Page den Schauspieler erneut getroffen, dieses Mal im Fitnessstudio. Bei diesem wiederholten Treffen habe der andere Mann beteuert, dass er gar kein Problem mit homosexuellen Menschen habe. „Ich glaube, das hast du doch“, soll Page entgegnet haben.

Furchtbare Aussagen

Den Namen des Stars hält Page auch weiterhin aus der Öffentlichkeit fern – der Verantwortliche werde schon wissen, wer gemeint sei. Es war Page allerdings wichtig, den Vorfall selbst zu beleuchten – denn viele queere Personen erlebten ähnliche Vorkommnisse. Oft werde jedoch nicht über solche Momente gesprochen. Oder es werde erwartet, dass Betroffene solche verstörenden Ereignisse einfach abtun.

Page erklärte: „Ich habe diese Story in mein Buch aufgenommen, weil es mir darum geht, die Realität aufzuzeigen.“ In Umgebungen, die hauptsächlich cis und heterosexuell sind, gibt es laut Page immer wieder solche Momente. Er selbst habe schon viele von ihnen erlebt: Manchmal seien sie offen und extrem; manchmal seien sie subtil. Aber immer seien sie „eigentlich ziemlich furchtbar“.

LGBTI*-feindliches Hollywood

Einige der Verantwortlichen in Hollywood haben eine starke Kontrolle darüber, wessen Geschichten erzählt werden. Denn sie erstellen Inhalte, die von Menschen auf der ganzen Welt gesehen werden. Da sei ein solches Verhalten laut Page ein großes Problem. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu Enthüllungen und gerichtlichen Verfahren wegen Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen.

Geheime Beziehung

Zwei Jahre lang war Page mit einer Schauspiel-Kollegin zusammen, die ihre Homosexualität vor allen verbarg. Die beiden hielten am Set heimlich Händchen, doch gaben in der Öffentlichkeit ansonsten vor, einfach gut befreundet zu sein. „Einige meiner engsten Bekannten wussten nicht einmal, dass ich in einer Beziehung bin“, so Page.

„Letztendlich glaube ich, dass sie mich geliebt hat. Wir haben uns geliebt, und das war in unserer Bubble sehr real. Es war fantastisch. Es war wirklich schön. Ich bewunderte sie und wie sie mich in vielerlei Hinsicht inspirierte“, so Page. Doch sich verstecken zu müssen, sei für den Schauspieler letztendlich „zu schmerzhaft“ gewesen. „Das war unmöglich und ermöglichte keine zukunftsfähige Beziehung. Und es hat mich gelehrt, dass ich das nicht noch einmal tun werde.“

Endlich glücklich

Trotz allem Negativen will Page mit seiner Autobiografie LGBTI*-Identitäten feiern. Denn der Schauspieler ist endlich glücklich mit seiner Identität und damit, sie offen ausleben zu können. Beim neuesten Interview mit People konnte er anscheinend gar nicht aufhören zu lächeln. „Ich hätte nie erwartet, mich so fühlen zu können“, sagte er. „Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen ich mich wirklich so gefühlt habe, als ob ich nicht existiere.“

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

WDRFast ausgestorben: Schwule Pinguine werden ElternDER STANDARDVerhetzungsprozess um "Dachau" und "Mauthausen" gegen lautstarken UneinsichtigenDie Presse„Vor Scham im Boden versinken“: Audi-Chef Döllner erntet harsche Kritik für Auftritt bei Trump-WahlkampfSüddeutsche ZeitungNews-Überblick: Das sind die Nachrichten des TagesAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Welche Rolle sollten politische Forderungen auf CSDs spielen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Omar Rudberg macht heiß

Neue Songs, sexy Bilder pur

Omar Rudberg kündigt neue Musik an und sorgt mit seinem ersten Promo-Foto für viel Aufregung. Wird der „Young Royals“-Star zur nächsten Gay-Popikone?
Elstner zu Kaulitz-Euphorie

Kaulitz-Zwillinge unter Druck

Bill und Tom Kaulitz übernehmen „Wetten, dass..?“. Show-Erfinder Frank Elstner verteidigt die Brüder gegen Kritik, hält sich mit Lob aber zurück.
Sexy Mann Noah Wyle

Neuer „Sexiest Man Alive“

Mit 55 Jahren wird Noah Wyle zum „Sexiest Man Alive 2026“ gekürt. Der „The Pitt“-Star reagiert überrascht – und seine Ehefrau freut sich.
Justice Smith wehrt sich

Männlichkeit unter Druck

„Heated Rivalry“-Star Justice Smith spricht über den Druck auf schwarze queere Männer und fordert mehr Freiheit im Umgang mit Männlichkeit.
Endlich Sex für Benny

Neue Runde bei „Überkompensation“

Benito Skinner verrät neue Details zu „Überkompensation“: In Staffel zwei wird es zwischen Benny und Miles sexuell – und emotional turbulent.
Andy Cohen im Liebesglück

So reagierten seine zwei Kinder

US-Moderator Andy Cohen spricht über seinen neuen Freund Kevin Sobieski und verrät, wie seine beiden Kinder auf den Partner ihres Vaters reagieren.
Holland Taylor rechnet ab

Viermal nominiert, nie mehr Geld

Für „Two and a Half Men“ bekam Holland Taylor viel Anerkennung. Beim Gehalt sah es laut der Schauspielerin anders aus.
Juliette meldet sich zurück

Trauer um ihren geliebten Papa

Nach Wochen der Stille erklärt Juliette Schoppmann ihren Rückzug. Die Sängerin hat ihren Vater verloren und braucht weiter Zeit.
Olivia Jones zieht die Grenze

Rauswurf nach Immels Eklat

Die Reue hält nicht lange: Eike Immel muss „Das große Promi-Büßen“ verlassen. Joyn+ zeigt den Eklat schon jetzt.