Er choreografiert für ein großes Fernsehpublikum – doch einen Wunsch hat sich Ezra Sosa bei „Dancing with the Stars“ bisher noch nicht erfüllen können: Der offen schwule Profitänzer möchte in einer künftigen Staffel mit einem Mann antreten. Bei einem bloßen Gedankenspiel ist es nach seinen Worten nicht geblieben. Er hat das Thema bereits beim Casting der US-Show angesprochen.
Das Wichtigste im Überblick
- Sosa wünscht sich einen männlichen Partner für eine kommende Staffel.
- Er hat seinen Wunsch dem Casting-Verantwortlichen mitgeteilt.
- Eine entsprechende Paarung ist bislang nicht angekündigt.
„Das ist mein Traum“
Im Interview mit Out beschrieb Sosa den Wunsch als etwas, das ihn seit seinem Einstieg in die Show begleite. Er arbeite daran und hoffe, dass es eines Tages klappe. Für ihn sei gleichgeschlechtliches Tanzen eng mit seiner eigenen Zugehörigkeit zur queeren Community verbunden.
Sosa kam 2021 zunächst als Mitglied der Tanztruppe zur Sendung. 2024 wurde er zum Profi befördert. Damit gehört er inzwischen zu den Gesichtern, die prominente Kandidaten durch den Wettbewerb begleiten. Der nächste Schritt, den er sich wünscht, wäre für ihn zugleich eine weitere Form sichtbarer queerer Repräsentation im großen Unterhaltungsfernsehen.
Queere Referenzen auf der Tanzfläche
Auch ohne männlichen Tanzpartner lässt Sosa seine Perspektive in die Arbeit einfließen. Bei Choreografien greife er immer wieder queere Kultur und Popkultur auf. Sichtbarkeit bedeute ihm viel, erklärt er. PinkNews greift das Interview heute auf und stellt seinen Wunsch nach einer künftigen Männerpaarung in diesen Zusammenhang.
Dass ein Tänzer seine eigene Erfahrung in eine Show einbringt, betrifft mehr als die Partnerwahl. Es prägt auch die Bilder und Geschichten, die auf der Bühne entstehen. Bei Sosa gehören seine Arbeit als Profi und seine Offenheit über das eigene Leben zusammen.
Nachrichten von Jugendlichen motivieren ihn
Besonders bewegen ihn laut Out Nachrichten von jungen Menschen, die selbst noch nicht offen leben. Nach Auftritten schrieben sie ihm, wie viel es ihnen bedeute, ihn auf der Bühne zu sehen. Sosa beschreibt die Unterstützung aus seiner eigenen Community als wichtige Kraftquelle. Zugleich weiß er, dass nicht alle queeren Menschen ein solches Umfeld haben.
Sein Wunsch ist deshalb persönlich und beruflich zugleich. Ob die Produktion ihn aufgreift, bleibt offen. Ein bestimmter prominenter Partner oder eine verbindliche Zusage wurden in dem Interview nicht genannt. Bis dahin steht vor allem fest, dass Sosa seine Vorstellung von der Zukunft der Show deutlich ausgesprochen hat.
Auch andere Sportler und Bühnenpersönlichkeiten zeigen, wie unterschiedlich Sichtbarkeit aussehen kann. Über den Einsatz für Teilhabe haben wir zuletzt im Zusammenhang mit Megan Rapinoe berichtet. Weitere Nachrichten aus der Unterhaltung gibt es unter Klatsch.