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Emotionaler Appell von RuPaul Trotz politischer Lage sollen queere Menschen sichtbar bleiben

Von ms - 13.05.2026 - 13:30 Uhr
Emotionaler Appell von RuPaul
Foto: IMAGO / ZUMA Press
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Mit einem emotionalen Video zur politischen Lage in den USA hat Drag-Star und Moderator RuPaul (65) in den sozialen Netzwerken eine breite Debatte ausgelöst. Tausende Nutzer reagierten auf die Aussagen des Entertainers, die zwischen Zustimmung und scharfer Kritik polarisierten.

Das Wichtigste im Überblick

  • RuPaul sorgt mit einem politischen Video für kontroverse Reaktionen
  • Der Entertainer sprach über Bildungsdefizite und den Aufstieg des Faschismus in den USA
  • RuPaul erklärte, queere Menschen sollten trotz der politischen Lage „tanzen“, „Spaß haben“ und sichtbar bleiben
  • Viele Fans lobten die Botschaft von queerer Freude als Form des Widerstands
  • Kritiker warfen RuPaul dagegen politische Resignation und mangelnden Aktivismus vor

Fehlende Bildung in den USA

In dem Video sprach RuPaul über gesellschaftliche Entwicklungen in den Vereinigten Staaten und machte jahrzehntelange Einsparungen im Bildungsbereich mitverantwortlich für die aktuelle politische Situation: „Okay, dafür gibt es keine einfache Lösung. Wir sprechen über 45 Jahre mangelnder Bildung in diesem Land, seitdem begonnen wurde, Bildungsprogramme an Schulen und alles andere kaputtzusparen.“  Viele Menschen hätten nie gelernt, rational oder kritisch zu denken. „Sie glauben an Aberglauben und Märchen. Und deshalb gewinnen die Bösen.“ 

Anschließend ergänzte RuPaul mit resignierendem Unterton: „Sie haben gewonnen. Wisst ihr, der Faschismus ist zurück. Yay!“ Sarkastisch fügte er hinzu: „An diesem Punkt ist das Einzige, was wir noch tun können, zu feiern und zu tanzen. Spaß zu haben und zu lachen.“ Weiter sagte der Moderator: „Lasst uns spielen, denn sie haben bekommen, was sie wollten. Sie haben es geschafft. Also werde ich tanzen. Ich werde Spaß haben. Macht mit.“ 

Queere Sichtbarkeit feiern

Viele Nutzer interpretierten die Aussagen als Aufruf, queere Sichtbarkeit und Lebensfreude trotz politischer Rückschläge nicht aufzugeben. Besonders häufig wurde dabei auf die historische Bedeutung queerer Räume und Feiern als Form des Widerstands verwiesen. „Queere Freude war schon immer ein Akt des Widerstands. Beschützt diese Freude, als würde euer Leben davon abhängen – denn genau das tut es!“, schrieb ein Nutzer auf Instagram. Andere kommentierten scherzhaft mit Forderungen wie „RuPaul For President 2028“.

Zugleich gab es aber auch deutliche Kritik. Mehrere Nutzer warfen RuPaul vor, die politische Lage zu verharmlosen oder zu passiv auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren: „Ich verstehe, was du sagen willst, aber als Multimillionär könntest du viel mehr tun, um gegen Faschismus zu kämpfen.“ Besonders auf der Plattform X entwickelten sich kontroverse Diskussionen. Kritiker bemängelten, RuPaul vermittle den Eindruck, queere Menschen sollten sich angesichts rechter Entwicklungen mit Feiern und Unterhaltung begnügen.

Kritik aus den eigenen Reihen 

Auch Drag-Künstlerin Lushious Massacr äußerte sich kritisch: „Ja, wir müssen feiern und tanzen und dürfen niemals zulassen, dass sie uns unsere Freude nehmen – aber das ist nicht alles, was wir tun müssen. Wir müssen auch kämpfen… nicht mit Gewalt, aber wir müssen uns auf Schritt und Tritt wehren und lernen, uns selbst zu verteidigen.“ Viele Reaktionen zeigten sich jedoch einig darin, dass kritisches Denken und politische Bildung eine zentrale Rolle im gesellschaftlichen Umgang mit extremistischen Entwicklungen spielen. 

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