Schauspiel Köln Spielzeit 2026/27 mit programmatischen Neustart
Das Schauspiel Köln hat seine neue Spielzeit 2026/27 vorgestellt und setzt dabei auf einen programmatischen Neustart. Unter der Intendanz von Kay Voges kehrt das Ensemble nach Jahren im Interimsquartier zurück an den Offenbachplatz und präsentiert insgesamt 26 Premieren, darunter zahlreiche Uraufführungen.
Die neue Saison verbindet gesellschaftliche Analyse mit künstlerischer Vielfalt. Den Auftakt bildet im September 2026 die Uraufführung „In bester Lage“, die Konflikte einer Eigentümergemeinschaft als Spiegel globaler Krisen erzählt. Zum Abschluss folgt mit „Der Zauderberg“ ein Stück über Sichtbarkeit und gesellschaftliche Wahrnehmung.
Thematisch setzt das Haus auf Schwerpunkte wie „Theater und Journalismus“, etwa mit Projekten von Calle Fuhr zur Deutschen Bahn. Auch Klassiker wie „Kaspar“ von Peter Handke und „Antigone“ werden neu interpretiert. Mit neuen Stücken von Autorinnen und Autoren wie Roland Schimmelpfennig und Suzie Miller richtet sich der Blick zugleich auf aktuelle gesellschaftliche Debatten. Wie sich die Rückkehr an den Offenbachplatz langfristig auf die künstlerische Arbeit auswirkt, bleibt abzuwarten, dürfte das Profil des Hauses jedoch nachhaltig prägen.