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Queere Clubkultur bleibt Berlin: SchwuZ kündigt Neustart mit Auftaktparty an

Von tb - 10.04.2026 - 16:00 Uhr
Queere Clubkultur bleibt
Foto: iStock / Pressmaster
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Nach der Insolvenz des SchwuZ-Clubs in Neukölln kündigt das queere Berliner Kulturprojekt SchwuZ e.V. einen Neustart an: Erstmals seit der Schließung lädt der Verein am 16. Mai 2026 zur großen Eröffnungsfeier ins Metropol am Nollendorfplatz und sichert damit den Fortbestand einer fast 50-jährigen Institution der Berliner LGBTIQ+-Community.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die erste SchwuZ-Veranstaltung nach der Schließung des Rollberg-Clubs findet am 16. Mai 2026 im Metropol statt.
  • SchwuZ arbeitet künftig mit wechselnden Spielstätten, bis ein neuer eigener Standort gefunden ist.
  • Ein neu gewählter Vorstand und ein Rebranding sollen den Verein fit für die Zukunft machen.

 

SchwuZ-Party als Signal für Erhalt queerer Clubkultur

Das traditionsreiche SchwuZ, das seit 1977 ein Zentrum queeren Lebens in Berlin bildet, verliert durch das Aus des langjährigen Clubs in Neukölln zwar seine feste Heimat, setzt jedoch mit der geplanten Eventreihe im Metropol ein Zeichen für Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit. Der neue Vorstand um Marcel Rohrlack sieht Veranstaltungen an wechselnden Orten als Chance, weiterhin sichtbar und aktiv zu bleiben. „Das Ende am Rollberg hinterlässt eine Lücke, aber es ist nicht das Ende des SchwuZ. Unsere Community hält seit Jahrzehnten zusammen und arbeitet am Neuaufbau“, betont Rohrlack. Die Online-Ticketvergabe für die Auftaktparty im Metropol hat bereits begonnen.

 

Suche nach neuem dauerhaftem „queeren Wohnzimmer“

Parallel zur Veranstaltungsreihe will der Verein einen finanzierbaren festen Standort finden. Nur ein eigener Club ermöglicht die Wiedergeburt des SchwuZ als sichere Bühne und Rückzugsort, der gerade in Zeiten zunehmenden Rechtspopulismus und Rückschlägen für queere Räume dringend gebraucht wird. Potenzielle Vermieterinnen und Vermieter in Berlin sind explizit aufgerufen, passende Räume anzubieten. Laut Vorstand und zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer aus der queeren Szene ist ein fester Treffpunkt für Kunst, Kultur und Community-Arbeit alternativlos.

 

Berlin kämpft um den Erhalt queerer Freiräume

Die Geschichte des SchwuZ spiegelt das Ringen Berlins um diskriminierungsfreie, kreative Räume wider. Nach dem Aus im Rollberg im November 2025, der Abschiedsparty im selben Monat und zuvor schon politischen Initiativen zum Schutz queerer Orte, ist das Metropol am Nollendorfplatz nun vorübergehend der neue Anker für das berühmte LGBTIQ+-Projekt. Der traditionsreiche Club in Schöneberg ist nicht nur ein Symbol für queere Sichtbarkeit, sondern eine Brücke zwischen Kulturerbe und Gegenwart.

 

Wichtige Fragen zum Thema

Wie lange bleibt SchwuZ im Metropol? Der Verein plant, zunächst mit Events an wechselnden Locations präsent zu sein. Ein dauerhafter Standort wird aktiv gesucht.

Welche Unterstützung braucht das SchwuZ? Dringend gebraucht werden Vorschläge und Angebote für geeignete Clubräume in Berlin sowie Spenden und Unterstützung aus der Community.

Welche Geschichte hat das SchwuZ? Seit 1977 ist das SchwuZ ein zentraler Ort queerer Subkultur – von Kreuzberg bis Neukölln und nun im Metropol.

Mit der Rückkehr in wechselnde Spielstätten setzt das SchwuZ ein klares Signal: Der queere Geist lässt sich weder verdrängen noch endgültig verbannen. Entscheidend wird nun sein, ob ein nachhaltig wirtschaftlicher und inklusiver Clubraum für die Zukunft gefunden werden kann.

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