Rückenwind für queere Kandidierende Fünf queere Demokraten siegen in Florida
In Florida haben fünf offen queere Demokratinnen und Demokraten ihre Vorwahlen für das Repräsentantenhaus des Bundesstaates gewonnen. Auch bei mehreren Schulbehördenwahlen setzten sich von Equality Florida unterstützte Kandidierende durch. Die Organisation wertet die Ergebnisse als Widerstand gegen die konservative Politik der vergangenen Jahre.
Das Wichtigste im Überblick
- Fünf offen queere Demokraten gewannen ihre Vorwahlen für das Repräsentantenhaus Floridas.
- Equality Florida meldet Siege für 81 Prozent der unterstützten Kandidierenden.
- Auch bei mehreren Schulbehördenwahlen waren pro-queere Bewerberinnen und Bewerber erfolgreich.
- Vier von 15 offiziell von Moms for Liberty unterstützte Kandidierende verloren direkt.
- Über die Sitze im Parlament und mehrere Stichwahlen wird im November entschieden.
Fünf Namen für die Novemberwahl
Jane Aman, Felipe Sousa Lazaballet, Samuel Vilchez Santiago, Luis Salazar und Todd Delmay setzten sich am 18. August in demokratischen Vorwahlen durch. Alle fünf waren von Equality Florida unterstützt worden. Gewählt sind sie damit noch nicht: Im November treten sie in den jeweiligen Hauptwahlen um Sitze im Repräsentantenhaus des Bundesstaates an.
Die politische Abteilung von Equality Florida erklärte, insgesamt hätten 81 Prozent ihrer unterstützten Kandidierenden ihre Rennen gewonnen. Die Organisation sieht darin ein Signal gegen Bücherverbote, Eingriffe in Lehrpläne und andere politische Maßnahmen, die queere Menschen und weitere Minderheiten betreffen.
Erfolge auch bei Schulbehörden
Die Ergebnisse reichen über die Parlamentsvorwahlen hinaus. In Sarasota County gewannen Megan Tennimon und Beth Mayberry ihre Schulbehördenwahlen. Jimmy Glover erreichte eine Stichwahl im November. In Orange County setzte sich Angie Gallo gegen Alicia Farrant durch, die mit der rechtskonservativen Organisation Moms for Liberty verbunden war.
Rückschläge für Moms for Liberty
Nach Angaben von Equality Florida traten zehn Schulbehördenmitglieder, die einst mit Unterstützung von Moms for Liberty gewählt worden waren, nicht erneut an – darunter Mitgründerin Bridget Ziegler. Von 15 in diesem Jahr offiziell unterstützten Kandidierenden verloren vier bereits im ersten Wahlgang; vier weitere müssen im November in Stichwahlen.
Die Entscheidung fällt im November
Die Vorwahlsiege zeigen, dass pro-queere Kandidierende auch in Floridas angespanntem politischen Klima Mehrheiten mobilisieren können. Wie stark die LGBTQ-Repräsentation im Parlament tatsächlich wächst, entscheidet sich jedoch erst bei den Hauptwahlen im November.