Medizin widerspricht Donald Trump behauptet Reversal-OPs an trans* Personen
US-Präsident Donald Trump behauptete am 21. August 2026 bei einem Wahlkampfauftritt in Myrtle Beach, South Carolina, dass amerikanische Krankenhäuser „Reversal-Operationen“ an Trans-Personen durchführen und dies Zitat: „auf meinen Befehl“. Diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage und widerspricht gerichtlichen Verfügungen, medizinischen Richtlinien sowie dem gesunden Menschenverstand.
Das Wichtigste im Überblick
- Trump sagte: „Krankenhäuser führen Reverse Surgery durch, auf meinen Befehl.“ Keine Operationen oder Anordnungen wurden indessen belegt.
- Weder Krankenhäuser noch medizinische Verbände bestätigen chirurgische Reversals.
- Trumps bisherige Verordnungen beschränken sich auf das Kürzen von Unterstützungen bei geschlechtsangleichender Versorgung – sie schreiben keine Rückoperationen vor.
Offizielle Dementi
Mehrere Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitssektor wiesen Trumps Aussage als komplett unbegründet zurück. Adrian Shanker, einst im Gesundheitsministerium der USA für LGBTIQ+-Politik zuständig, mahnte, medizinische Entscheidungen gehörten allein den Patientinnen und Patienten, ihren Eltern sowie ihren Behandlerinnen und Behandler. Politikerinnen und Politiker dürften sich nicht dazwischen schalten. Ähnlich äußerte sich Dr. Demetre Daskalakis vom Callen‑Lorde Community Health Center: Er kenne keine Anordnung durch Laien wie den Präsidenten, die klinische Eingriffe vorschreiben würde.
Fakten gegen Fiktion
Erhebliche juristische und gesundheitspolitische Entwicklungen widersprechen Trumps Darstellung. Seine Anordnungen aus dem Jahr 2025 zielten darauf ab, Gender-affirmierende medizinische Leistungen für Minderjährige zu beschränken oder aus Bundesmitteln auszuschließen – nicht aber Operationen rückgängig zu machen. Einige Krankenhäuser, darunter VCU und UVA in Virginia, mussten daraufhin ihre Versorgung für unter 19-Jährige pausieren, um rechtliche Konsequenzen abzuwenden. Professionelle medizinische Organisationen betonen weiterhin: Geschlechtsangleichende Operationen sind selten bei Minderjährigen und nur nach sorgfältiger Einzelfallprüfung und Einbeziehung mehrerer Fachrichtungen zulässig.
Hintergrund zur medizinischen Realität
Geschlechtsangleichende Operationen bei Jugendlichen sind extrem selten, stets freiwillig und werden unter strengen ärztlichen Standards durchgeführt. Daten aus 2019 zeigen, dass bei Minderjährigen nur 0,1 (Alter 13–14) bzw. 2,1 (Alter 15–17) solcher Eingriffe pro 100.000 Versicherte durchgeführt wurden – meist handelt es sich um Brustchirurgie. Die American Society of Plastic Surgeons empfiehlt, solche Eingriffe erst ab 19 Jahren durchzuführen.
Nächste Schritte: Nachfrage und Transparenz
Im Fokus steht nun, auf welche Quellen Trump seine Behauptung stützt. Öffentliche Institutionen und Fachgesellschaften sollten klarstellen, dass keine chirurgischen Reversals angeordnet oder durchgeführt werden. Der juristische und politische Druck wird steigen, um sicherzustellen, dass medizinische Versorgung weiterhin evidenzbasiert und patientinnen- und patientenzentriert bleibt.
Dieser Vorfall verdeutlicht: Aussagen aus dem politischen Raum können irreführend sein – die Faktenlage bleibt zentrale Grundlage öffentlicher Debatten.