Bruder Tom auch dabei "Minions & Monster": Bill Kaulitz spricht Bösewicht
Die Tokio-Hotel-Zwillinge Bill und Tom Kaulitz haben in München die Deutschlandpremiere des Animationsfilms „Minions & Monster“ gefeiert. Dabei gaben die aus Los Angeles stammenden Brüder bekannt, dass sie in der deutschen Synchronfassung zentrale Figuren sprechen: Bill übernimmt die Rolle des Bösewichts Goomi, Tom verleiht dem Roboter Dort seine Stimme. Diese doppelte Besetzung zieht Aufmerksamkeit auf sich, da Bill Kaulitz als queerer Künstler so mehr queere Sichtbarkeit bzw. in diesem Fall Hörbarkeit in einem internationalen Hollywood-Franchise bringt.
Das Wichtigste im Überblick
- Bill Kaulitz spricht im neuen Minions-Film den Bösewicht Goomi, Tom Kaulitz den Roboter Dort.
- Die Deutschlandpremiere fand am 30. Juni 2026 in München statt.
- Kinostart in Deutschland ist am 1. Juli 2026.
- Es handelt sich bereits um den achten Kinofilm rund um die beliebten gelben Figuren.
Synchron-Premiere mit Charme und Spontaneität
Der Saal im Münchener Kino wurde am Sonntagabend zum Schauplatz einer außergewöhnlichen Doppel-Vorstellung: Bill und Tom Kaulitz sprachen beide zunächst beide Rollen testweise ein, bevor sich für Goomi und Dort jeweils der passendste Zwilling herauskristallisierte. Bill zeigte sich von der witzigen Schurkenfigur sofort begeistert und unterstrich, wie besonders ihm die positiven Reaktionen des Publikums sind. Tom, der erstmals Synchronluft schnupperte, beschrieb die größte Herausforderung darin, beim Einsprechen tatsächlich körperlich zu lachen – ein Detail, das dem Animationsgenre seine Intensität verleiht.
Queeres Highlight in der Familienunterhaltung
Mit Bill Kaulitz als offen queeren Popstar in einer zentralen Rolle setzt „Minions & Monster“ ein sichtbares Zeichen. Die bewusste Entscheidung von Universal, einen bekannten queeren Künstler für den meist kindlichen Schurkenpart zu besetzen, gibt queeren Persönlichkeiten Raum in der Mainstream-Familienunterhaltung. Dies spiegelt die zunehmende gesellschaftliche Offenheit großer Animationsstudios wider und eröffnet jungen Zuschauerinnen und Zuschauern neue Identifikationsmöglichkeiten. Dass Bill Kaulitz am Premierenwochenende zudem den CSD München besuchte, verstärkt symbolisch die Brücke zwischen queerer Kultur und Populärkino.
„Das schönste Kompliment ist, wenn Leute sagen, wir haben sie zum Lachen gebracht“, erklärte Bill Kaulitz am Premierenabend – seine Stimme glänzt in der neuen Rolle mit unverwechselbarem Wiedererkennungswert.
Minions-Saga: Filmstart und historische Entwicklung
„Minions & Monster“ knüpft an den enormen Erfolg der gelben Chaoswesen an. Bereits seit mehr als 15 Jahren begeistern die Minions die Kinolandschaft in Deutschland und weltweit in wiederkehrenden Rollen der „Ich – einfach unverbesserlich“-Reihe. Nach den Hauptfilmen „Minions“ (2015) und „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ (2022) ist der aktuelle Film das achte Kinoabenteuer der Kultfiguren. Die Handlung spielt im Hollywood der Stummfilmzeit und nutzt damit erneut die perfektionierte Mischung aus Slapstick und Nostalgie.
Ausblick: Erfolgskurs mit Identifikationspotenzial
Mit der prominenten Besetzung der Kaulitz-Zwillinge geht „Minions & Monster“ neue Wege im deutschen Synchronmarkt. Die Kombination aus Star-Präsenz, queerer Sichtbarkeit und altbewährtem Minions-Humor dürfte den Film zum Kassenschlager machen und könnte künftig weitere Kreative aus queeren Communities auf prominente Rollenpositionen führen. Ein cineastisches Statement, das im Mainstream ankommt – und im Abspann noch lange nachhallt.