Lesbische Liebe bei Bridgerton "Es wird eine Staffel über queere Freude sein"
Netflix hat offiziell bestätigt, dass sich die fünfte Staffel der Serie „Bridgerton“ auf Francesca Bridgerton und Michaela Stirling konzentrieren wird. Damit steht erstmals in der Geschichte der Serie eine lesbische Liebesgeschichte im Mittelpunkt.
Langfristiger Plan der Serienmacher
Francesca, dargestellt von Hannah Dodd, ist eine zurückhaltende und introspektive Figur, die sich in einer Welt voller gesellschaftlicher Inszenierungen oft fehl am Platz fühlt. Diese emotionale Distanz bildet die Grundlage für die neue, persönliche Handlung. Die Staffel beginnt zwei Jahre nach dem Tod von Francescas Ehemann John Stirling. Francesca kehrt mit praktischen Absichten auf den Heiratsmarkt zurück. Alles ändert sich jedoch, als Johns Cousine Michaela wieder in ihr Leben tritt. Die Beziehung zwingt Francesca dazu, Gefühle zu konfrontieren, die sie nicht länger ignorieren kann.
Die Serie hat die Entwicklung dieser Beziehung über mehrere Staffeln vorbereitet. Ein Funke zwischen Francesca und Michaela war erstmals bereits in Staffel 3 sichtbar, als sie sich trafen – ein Moment voller Zögern und unausgesprochener Spannung. In Staffel 4 intensivierte sich diese Verbindung und entwickelte sich langsam von Freundschaft zu einer romantischen Beziehung.
Hannah Dodd deutete ebenso bereits an, dass Michaelas Präsenz Francescas Leben stark verändern wird: „Also offensichtlich haben Francesca und John alles bis zum Maximum durchgearbeitet und die Informationen bekommen, die sie brauchten“, sagte Dodd. „Und ich denke, sie waren in einer wirklich guten Position und fühlten sich sehr, sehr sicher und wohl in ihrer Beziehung. Und dann taucht diese eine Person auf. Ich denke, Francesca weiß, dass es Chaos verursachen wird, und es werden definitiv Gefühle auftauchen, mit denen sie sich auseinandersetzen muss.“
Abweichung zum Buch
Die Serie weicht in der fünften Staffel von der Vorlage der Bücher ab. In Julia Quinns Roman „When He Was Wicked“ verliebt sich Francesca nach Johns Tod in Michael Stirling. Die Show hat den Charakter zu Michaela umgestaltet und die Handlung in eine lesbische Liebesgeschichte übertragen, während der emotionale Kern erhalten bleibt. Showrunnerin Jess Brownell erklärte die Intention hinter dieser Entscheidung: „Francescas Buch spricht viel darüber, wie anders sie sich fühlt, und ich denke, Julia Quinn wollte, dass Fran sich anders fühlt, weil sie introvertiert ist. Aber für viele von uns in der queeren Community ist dieses Gefühl des Andersseins ein Teil unserer Geschichten. Wenn es etwas Besonderes an dieser Staffel gibt, dann ist es das Verlangen. Es ist ein richtiges Verlangen. Es wird eine Staffel über queere Freude sein. Es wird keine Staffel über queeres Trauma sein. Wir haben so viel Spaß!“
Masali Baduza, die Michaela spielt, äußerte ebenso ihre Freude darüber, eine solche Geschichte auf die Leinwand zu bringen: „Ich habe noch keine Geschichte gesehen, die so im Mittelpunkt steht, also freue ich mich darauf, wenn das passiert.“ Die Produktion der Staffel hat bereits begonnen.