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Jugendprojekt in Berlin Mehr Sichtbarkeit, mehr Sensibilisierung für junge Queers

Von ms - 23.01.2026 - 08:30 Uhr
Jugendprojekt in Berlin
Foto: iStock / huettenhoelscher
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In dieser Woche startete in ganz Berlin die 14. Plakatkampagne des Berliner Queer-Bündnisses, um verstärkt auf queere Jugendarbeit in der Regenbogenhauptstadt aufmerksam zu machen. Nebst einer größeren Sichtbarkeit für die Community geht es auch darum, die Relevanz dieser Angebote deutlicher hervorzuheben, queere Jugendliche zu stärken und die Berliner und Berlinerinnen für das Engagement für LGBTIQ+-Jugendliche zu sensibilisieren. 

Lebenswichtige Schutzräume 

Auf über 3.000 bereitgestellten Werbeflächen sind die Motive ab sofort in Berlin zu sehen, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem queeren Jugendclub Q*ube, unterstützt durch den LSVD+ Berlin-Brandenburg. Der auf den Plakaten abgebildete QR-Code führt zu einer eigens eingerichteten Kampagnen-Webseite mit grundlegenden Informationen und Einblicken in die queere Jugendarbeit.

„Queere Jugendarbeit und queere Jugendeinrichtungen sind für viele junge Menschen unverzichtbare Schutz- und Entwicklungsräume. Mit der diesjährigen Plakatkampagne wollen wir sichtbar machen, wie wichtig diese Angebote für Selbstbestimmung, Sicherheit und Teilhabe queerer Jugendlicher in Berlin sind“, so Chris Walter, Projektkoordinator des Berliner Queer-Bündnisses.

Zudem betont Walter weiter: „Queere Jugendeinrichtungen bieten geschützte Räume, in denen Jugendarbeit mit queeren Jugendlichen und jungen Erwachsenen stattfinden kann. Sie schaffen sichere und akzeptierende Orte, an denen sich junge queere Menschen wohlfühlen, ausprobieren und ihre Identität ohne Angst vor Abwertung oder Ausgrenzung entwickeln können – Orte also, an denen sie sein können, wie sie sind.“ 

Halt und Orientierung 

Dabei sind auch pädagogische Fachkräfte stets vor Ort, begleiten und unterstützen junge queere Menschen bei allen Fragen rund um ihre Identität oder anderweitigen Problemen. Wichtig sei, so das Bündnis weiter, durch alters- und bedarfsgerechte Angebote Schutz, Halt und Orientierung zu vermitteln. Zentrale Ziele sind dabei unter anderem die „Stärkung des Selbstbewusstseins sowie der Fähigkeit, die eigene Identität und sexuelle Orientierung offen zu leben, die Förderung einer positiven Körperwahrnehmung und die Vermittlung von gegenseitigem Respekt und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt sowie die Anerkennung queerer Lebensweisen durch Peers, Bezugspersonen und Fachkräfte.“

LSVD+ betont steigende Queerfeindlichkeit

Florian Winkler-Schwarz, Geschäftsführer des LSVD+ Berlin-Brandenburg, betont dazu außerdem: „Queere Jugendeinrichtungen ermöglichen jungen Menschen, sich ohne Angst vor Ausgrenzung zu entfalten und Unterstützung zu erfahren. Gerade in Zeiten zunehmender queerfeindlicher Anfeindungen ist es entscheidend, diese Räume zu stärken und ihre gesellschaftliche Bedeutung klar zu benennen.“ Die Hasskriminalität in Berlin gegen die LGBTIQ+-Community ist dabei in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen, teilweise war ein Anstieg von 50 Prozent binnen eines Jahres zu verzeichnen. 

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