Direkt zum Inhalt
Verdacht auf Volksverhetzung

Verdacht auf Volksverhetzung Landtag hebt Immunität von AfD-Politikerin Behrendt auf

ms - 18.11.2025 - 12:30 Uhr
Loading audio player...

Der Landtag hat heute Vormittag die Immunität der AfD-Politikerin Vanessa Behrendt (41) aufgehoben. Nach Angaben des NDR will die Staatsanwaltschaft Göttingen zeitnah nun Anklage gegen die Landtagsabgeordnete wegen des Verdachts auf Volksverhetzung erheben. Behrendt wird vorgeworfen, in mehreren Posts bei X queere Menschen und die LGBTIQ+-Community beleidigt und diffamiert zu haben. Seit 2022 ist die 41-Jährige Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag. 

Gleichsetzung mit pädohilen Lobbygruppen

Nach NDR Informationen fiel die Politikerin immer wieder mit umstrittenen Posts bei X auf. Im letzten Jahr dann veröffentlichte sie folgendes Statement: „Die Regenbogenfahne steht für: Machenschaften pädophiler Lobbygruppen, die Gefährdung von Kindern durch LGBTIQ-Propaganda, das Bedrängen von Kleinkindern mit Transsexualität, das legale ´Kuscheln´ und ´Rangeln´ fremder Männer mit Kindergartenkindern (´Original Play´) und die Behandlung von Geschlechtsidentitätsstörungen mit Pubertätsblockern, Hormontherapien und Trangender-OPs.“ 

Behrendt spricht von politischer Farce

Die Staatsanwaltschaft Göttingen wirft Behrendt daher nun vor, von August 2024 bis Februar 2025 diverse Straftaten online begangen zu haben. In anderen Posts soll Behrendt queere Personen als „perverse Psychopathen“ bezeichnet oder Mitarbeiter einer queeren Organisation herabwürdigend betitelt haben. Nebst Volksverhetzung will die Staatsanwaltschaft die AfD-Politikerin offenbar auch wegen Beleidigung anklagen. Behrendt selbst sagte gegenüber dem NDR, die Ermittlungen seien politisch motiviert: „Die nun offenbar bevorstehende Anklage ist für mich nichts anderes als eine Farce, ein Versuch, mich durch ein langwieriges juristisches Verfahren unter Druck zu setzen und öffentlich zu diskreditieren.“ 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Wegen Hänseleien jetzt Hip-Hop

Lehrerin setzt sich für Schüler ein

Ein achtjähriger Junge verlässt in Italien seine Ballett- und Modern Dance-Kurse. Er wurde von Gleichaltrigen verspottet, weil er tanzt.
Landesweite Debatte in den USA

Donald Trump ordnete Entfernung an

Die Forderung nach der Rückkehr der Pride-Flagge am Stonewall-Denkmal entfacht eine US-Debatte über Sichtbarkeit und politische Einflussnahme.
Budapester Bürgermeister

Zeichen gegen queerfeindliche Politik

Der Berliner Regierende Bürgermeister Kai Wegner hat den Budapester Amtskollegen Gergely Karácsony zum diesjährigen Christopher Street Day in Berlin eingeladen.
Hasskriminalität gegen LGBTIQ+

Stagnation 2025 auf hohem Niveau

Nach den vorläufigen Zahlen kam es 2025 zu über 2.000 Angriffen auf LGBTIQ+-Menschen, die Dunkelziffer dürfte um 90 Prozent höher liegen.
Erfolge bei Olympia

Gute Woche für LGBTIQ+-Athleten

Die erste Woche bei den Olympischen Winterspielen war für LGBTIQ+-Athleten sehr erfolgreich, bisher gab es fünf Medaillen, darunter vier Mal Gold.
Starker Anstieg von Homophobie

Viel Hass britischer Fußballfans

In Großbritannien haben die homophoben Übergriffe im Umfeld des Fußballs zuletzt massiv zugenommen, eine neue Kampagne soll jetzt Abhilfe schaffen.
Trauriges Jubiläum in Kamerun

10 Jahre homophobes Hass-Gesetz

Der verschärfte Strafartikel Artikel 347-1 schafft in Kamerun seit nunmehr zehn Jahren ein Klima der Angst vor Gewalt unter Schwulen und Lesben.
Überraschung bei Disney

Erster Film mit trans* Charakter

Der Disney Konzern hat seinen ersten Film mit einem trans* Charakter angekündigt und vollzieht damit eine Kehrtwende zu jüngsten Entwicklungen.