Direkt zum Inhalt
Revolution im Eiskunstlauf
ANZEIGE

Revolution im Eiskunstlauf Großbritannien erlaubt Schwulen und Lesben die Teilnahme

ms - 11.12.2025 - 16:00 Uhr
Loading audio player...

Der Eiskunstlaufverband British Ice Skating hat jetzt bekannt gegeben, dass ab der kommenden Saison gleichgeschlechtliche Paare an Eistanz-Wettbewerben in Großbritannien teilnehmen dürfen, darunter auch die nationalen Meisterschaften. Eine wichtige Veränderung und eine kleine Revolution im kalten Spitzensport, da bisher nur gemischte Paare – ein Mann und eine Frau – zugelassen waren.

Keine Diskriminierung mehr

Allerdings bleibt die internationale Teilnahme für gleichgeschlechtliche Teams weiterhin ausgeschlossen. Grund dafür sind die Regeln der International Skating Union (ISU), die vorschreiben, dass ein Paar im Eistanzwettbewerb aus einem männlichen und einem weiblichen Skater bestehen muss – zumindest bisher. Die Hoffnungen sind groß, dass der Vorstoß in England bald international Nachahmer finden könnte. 

Die Entscheidung von British Ice Skating ist Teil der Regeländerungen für die kommende Saison und folgt einem ähnlichen Schritt von anderen nationalen Verbänden wie Skate Canada und Finnland. Skate Canada war 2022 der erste Verband, der seine Regeln so anpasste, dass gleichgeschlechtliche Paare in den Eistanzwettbewerben antreten können. In Finnland trat die Änderung bereits in dieser Saison in Kraft, als Emma Aalto und Millie Colling als erstes gleichgeschlechtliches Eistanzteam des Landes auftraten.

Der internationale Druck wächst

Ehemalige Spitzenathleten wie die dreifache Weltmedaillengewinnerin Kaitlyn Weaver aus Kanada, die auch Mitglied des Eistanz-Technikkomitees der ISU ist, haben sich für eine Regeländerung auf internationaler Ebene eingesetzt. Auch die US-Olympiasiegerin Madison Hubbell und Gabriella Papadakis aus Frankreich sind in Ausstellungen gemeinsam aufgetreten, um den Weg für gleichgeschlechtliche Paare im Wettbewerb zu ebnen. Scott Moir, Kanadas dreifacher Eistanz-Weltmeister, hat sich ebenfalls für die Einführung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften im Sport ausgesprochen. Er betonte, dass dies vor allem mehr Chancen für weibliche Skater schaffen würde, die im Sport oft Schwierigkeiten haben, männliche Partner zu finden.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Erstes Kind kommt im November

Tragende Rolle für LGBTIQ+-Rechte

Der Texas-Abgeordnete Venton Jones heiratet seinen langjährigen Partner Gregory Scott nach einem historischem Heiratsantrag im Parlament.
Fan-Gedenkstätte

Neuer Stern ab Freitag sichtbar

Der Stern von Country-Ikone Dolly Parton auf dem Walk of Fame wurde mitten in einer Welle der Fan-Anteilnahme von bisher Unbekannten zerstört.
463 Zwillingspaare ausgewertet

Interaktion von Erbe und Sozialem

Eine Zwillingsstudie mit 463 Paaren zeigt eine deutlich höhere trans* Konkordanz bei eineiigen als bei zweieiigen Zwillingen.
Nach Anschlag auf CSD Berlin

Verbindliche Maßnahmen verlangt

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD hat die Partei Die Grünen den Bundeskanzler zu einem Spitzentreffen für queere Rechte aufgefordert.
Gezielter Hassangriff

Polizei verstärkt Schutzmaßnahmen

In Tucson im US-Bundesstaat Arizona sind in der Nacht zum 1. September 2026 zwei Männer vor der LGBTIQ+-Bar Venture N durch Schüsse getötet worden.
Intimität vor der Kamera

Neue Regeln für Sexszenen

Intimitätskoordinator Yehuda Duenyas erklärt, warum sichere Sexszenen wie bei "Heated Rivalry" bessere Geschichten ermöglichen.
Freundschaft statt Romantik

Warum Liebe Alltag braucht

Langjährige Partnerschaften leben oft von Dingen, die wenig glamourös, aber umso wichtiger sind. wie eine neue Debatte in Online-Foren nahelegt.
Mutiges Statement in Ghana

Musikerin über Homosexualität

Homosexualität sei natürlich und keine ausländische Idee: Die ghanaische Musikerin Sister Deborah setzte jetzt ein mutiges Zeichen gegen Vorurteile.