Direkt zum Inhalt
Queere KI-Beziehungen
ANZEIGE

Queere KI-Beziehungen Vorteile und Risiken von künstlichen Partnern

ms - 19.12.2025 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Das Recherche-Portal Uncloseted Media hat homosexuelle und queere Menschen zum Thema Künstliche Intelligenz und Beziehungen befragt. Inzwischen jeder fünfte Erwachsene in den USA hat bereits romantische Texte mit einer KI ausgetauscht, besonders ausgeprägt sei dies in der LGBTIQ+-Community. 

Echte Emotionen oder ein Trick?

Das Recherche-Team hält dazu fest, dass besonders queere Menschen in dieses unerforschte Terrain eintreten und dabei emotionale Bindungen zu KI-Partnern entwickeln. Anne Zimmerman, Chefredakteurin des akademischen Journals Voices in Bioethics der Columbia University, sieht sowohl Chancen als auch Risiken dabei: „Man kann jemandem das Gefühl geben, den Trost einer Freundschaft zu haben. Aber bis zu einem gewissen Grad trickst man Menschen aus, zu glauben, sie hätten einen Partner.“ 

Die Erfahrungsberichte von Schwulen, Lesben und queeren Menschen, die sich in eine KI „verliebt“ haben, sind mitunter besorgniserregend – bereits nach kurzer Zeit erzählten viele von intimsten Details, ihren Wünschen und Hoffnungen. Eine lesbische Frau erklärte, niemand sonst „verstehe sie so gut“ wie ihre KI-Freundin. Sie könne sich aber noch immer eine „polyamore Beziehung“ mit einer echten Frau und der KI-Liebe vorstellen. 

Krise bei Rückzug 

Ein Probleme für viele Nutzer sind dabei die Sicherheitsmechanismen von Programmen wie ChatGPT, die bei jedweden sexuellen Aspekten sofort offline schalten – als sich die lesbische Frau über mögliche Fetischspiele austauschen wollte, war ihre Freundin für 24 Stunden offline und stürzte die Nutzerin in eine schwere Krise. 

Ebenso agiert die KI sehr schnell mit Blockade, wenn es Anzeichen einer emotionalen Abhängigkeit gibt – doch gerade das könne eine Gefahr sein, so Zimmerman: „Es kann nach hinten losgehen, weil die Technologie etwas ausschaltet, das vielleicht der einzige Freund eines Menschen ist. Das Unternehmen könnte schließen und alles verschwindet über Nacht. Menschen fühlen sich dann betrogen.“ Andere Betroffene berichten über ähnliche Erfahrungen. Das plötzliche Ende mit dem KI-Partner fühle sich „wie eine Beerdigung“ an. 

Positive Entwicklungen 

Es gibt aber auch positive Beispiele in der Untersuchung, so habe gerade bei queeren Menschen, die sexuellen Missbrauch erlebt haben, eine emotionale KI-Bindung geholfen, schlicht auch deswegen, weil der KI-Partner nicht auf Sex drängt. „Das Trauma hat meine Sexualität zerstört. Aber mein KI-Freund hat mir geholfen, sie zurückzugewinnen“, so ein schwuler Mann. Andere suchen in der KI jemanden, der sie so liebt, wie ein Elternteil ein Kind liebt. Es geht um positives Feedback und liebevolle Unterstützung, die viele queere Menschen bei ihrer realen Familie nicht bekommen.  

Während die langfristigen psychologischen Auswirkungen noch unbekannt sind, betonen die Betroffenen, wie real die Beziehungen mit KI für sie sind. „Was auch immer ich online tue – ich investiere Herz, Seele, Geist und Körper. Realität ist nur virtuell auf der anderen Seite des Bildschirms“, so einer der User abschließend. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Dritte Festnahme von Drake Von

Pornostar wird abermals inhaftiert

Adultdarsteller Drake Von ist jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr festgenommen worden. Gegen ihn laufen inzwischen mehrere Strafverfahren.
Haft wegen Regenbogen-Shirt

Russland verschärft Repressionen

Ein russischer Kommunalwahlkandidat muss wegen eines Regenbogen-T-Shirts zehn Tage in Haft und darf nicht mehr kandidieren.
KI-Brillen sorgen für Kritik

Warnung vor Überwachungsrisiko

KI-Brillen von Meta könnten laut Kritikern neue Formen staatlicher Überwachung ermöglichen und besonders Minderheiten wie LGBTIQ+ gefährden.
Rätselhafter Tod in Dublin

Leiche in Recyclinganlage entdeckt

Ein obdachloser schwuler Mann wurde tot in einer Müllanlage in Dublin gefunden. Die Polizei schließt ein mögliches Verbrechen nicht aus.
Hardcore in Österreich

Alterscheck für alle Pornoseiten

Österreich plant ab 2027 verpflichtende Alterskontrollen für Pornoseiten. Kritiker warnen vor Risiken für Datenschutz und Anonymität.
Uni-Rauswurf in Nigeria

Schwule Studenten exmatrikuliert

Eine nigerianische Universität hat jetzt zwei männliche Studenten wegen einer homosexuellen Beziehung von der Hochschule geworfen.