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Neuer Anstieg bei Syphilis Höchstzahlen zumeist bei schwulen und bisexuellen Männern

Von ms - 30.09.2025 - 14:00 Uhr
Neuer Anstieg der Syphilis-Fälle
Foto: iStock / jarun011
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Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet neue Rekordzahlen bei den Fällen von Syphilis in Deutschland: Mit 9.519 bestätigten Fällen im Jahr 2024 hat die Bundesrepublik bei den Syphilis-Infektionen einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb von einem Jahr stieg die Rate erneut um 3,9 Prozent an.  

Spitzenreiter sind Berlin und Hamburg

Die stärkste Ausbreitung von Syphilis-Erkrankungen wurden dabei in Berlin, Hamburg und Bremen verzeichnet – alle drei Stadtstaaten liegen über dem bundesweiten Durchschnitt, insbesondere sticht dabei die Regenbogenhauptstadt mit 35,7 Fällen pro 100.000 Einwohnern hervor, Hamburg kommt auf knapp 30 Fälle. Der Bundesdurchschnitt lag 2024 bei 11,2 Fällen pro 100.000 Einwohner. Den niedrigsten Wert verzeichnete das Bundesland Brandenburg. Mit Blick auf die einzelnen Städte gehören neben Berlin und Hamburg auch Trier, Köln, Frankfurt am Main, München, Stuttgart, Mannheim, Leipzig und Nürnberg zu den stärksten Verbreitungsgebieten. Das Durchschnittsalter der Betroffenen lag 2024 bei 41 Jahren. 

Schwule und bisexuelle Männer

Dabei stecken sich zum allergrößten Teil Männer an, sie sind für 92,4 Prozent aller Syphilis-Fälle verantwortlich. Insbesondere schwule und bisexuelle Männer gehören zu den Hauptträgern, sie machen nach aktueller Datenlage rund 82 Prozent aller Fälle aus, bei denen der Infektionsweg bekannt ist (rund 75%). Das RKI hält dabei weiter fest, dass die Fallzahlen seit der Meldepflicht im Jahr 2001 deutlich zugenommen haben – damals wurden nur 2.000 Infektionen verzeichnet. Abseits eines kurzen Rückgangs während der Corona-Jahre stiegen die Syphilis-Fälle seitdem kontinuierlich immer weiter an. 

Zudem betont das Institut, dass die Syphilis im regulären Fall in drei Stadien verläuft: Zunächst kommt es zu einem schmerzlosen Geschwür meist im Genital-, Mund – oder Analbereich, danach kommt es zu Hautveränderungen bevor schließlich oftmals erst Jahre nach der Erstinfektion eine Schädigung des Nervensystems auftritt. Mit der Einnahme von Antibiotika kann die Syphilis gestoppt werden. 

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