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Morddrohung in Bremen
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Morddrohung in Bremen Polizei stellt Tatverdächtigen nach kurzer Zeit am Bahnhof

ms - 13.10.2025 - 14:00 Uhr
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Morddrohungen gegen ein schwules Paar: Am Hauptbahnhof in Bremen wurden am vergangenen Wochenende zwei schwule Männer mit dem Tode bedroht. Ein junger Mann kündigte demnach dem Paar an, sie zu ermorden. Glücklicherweise konnte die Polizei rechtzeitig eingreifen. 

Beschimpft und mit Tode bedroht 

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstagabend. Die beiden schwulen Männer wurden von einem Unbekannten am Bahnhof grundlos angesprochen. Der junge Mann fragte das Paar, ob sie homosexuell seien – als diese die Frage bejahten, beschimpfte der Unbekannte sie wüst homophob und drohte schließlich damit, sie an Ort und Stelle umzubringen. Erst als einer der beiden schwulen Opfer sein Handy zückte, um die Attacken zu filmen, flüchtete der junge Täter. 

Das schwule Paar alarmierte daraufhin die Polizei, die den mutmaßlichen Täter noch vor Ort erwischen konnte. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich demnach um einen 22 Jahre jungen Mann – gegen ihn wurde jetzt eine Strafanzeige wegen Bedrohung gestellt, außerdem erteilte die Polizei einen Platzverweis und führte eine sogenannte Gefährderansprache durch. 

Die Angriffe nehmen zu 

Im Stadtstaat nehmen in den letzten Monaten die Angriffe auf schwule Männer rapide zu. Zuletzt Ende August prügelte eine Gruppe unbekannter junger Täter auf ein schwules Paar ein, das vor einem Supermarkt stand – ein 27-jähriger Mann wurde dabei an den Beinen und am Kopf verletzt und musste medizinisch betreut werden. Zuvor hatten die Täter im Alter zwischen 17 und 20 Jahren die beiden schwulen Männer als „Schwuchteln“ beschimpft. Die Polizei fahndet nach der Gruppe, der Haupttäter wird wie folgt beschrieben: Etwa 180 cm groß, dunkler Teint, schwarze schulterlange Haare, Schnäuzer und Ziegenbart. 

Die Hasskriminalität gegen LGBTIQ+-Menschen hat sich in Bremen seit 2019 verdoppelt, während Angriffe von Links- sowie Rechtsextremen zurückgegangen sind, stiegen die Attacken von Tätern mit „ausländischer“ oder „religiöser Ideologie“, wie das Landeskriminalamt Bremen in seinem letzten Jahresbericht festhielt. Im Mai dieses Jahres erklärte die Polizei zudem, dass die Zahl der Messerangriffe in Bremen rapide ansteige. Der innenpolitische Sprecher der CDU, Marco Lübke, sagte gegenüber der ARD: „Das ist gesamtgesellschaftlich ein Alarmsignal. Die Zahlen sind dramatisch gestiegen, 25 Prozent zum letzten Jahr (…) Da muss man genau drüber nachdenken, was sind jetzt die Konsequenzen, was ist jetzt zu tun, weil, es kann ja so nicht weitergehen.“ 

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