Direkt zum Inhalt
LGBTIQ+ in Rheinland-Pfalz

LGBTIQ+ in Rheinland-Pfalz Staatssekretär Janosch Littig betont enge Zusammenarbeit

ms - 23.01.2026 - 13:30 Uhr
Loading audio player...

Staatssekretär Janosch Littig (Bündnis 90/Die Grünen) aus Rheinland-Pfalz hat die Fortführung des Landesaktionsplans „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen – Akzeptanz für lesbische, schwule, bisexuelle, transidente, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen“ bestätigt, der Bericht zur Umsetzung und Fortschreibung wurde in dieser Woche dem Ministerrat vorgelegt. 

Verstärkt Angriffe auf Community 

Der Bericht dokumentiert dabei die Maßnahmen der Landesregierung für die LGBTIQ+-Community zwischen 2021 und Ende 2025. Littig spricht von einer engen Zusammenarbeit mit der queeren Community und betonte weiter: „Der Landesaktionsplan ist ein zentrales Instrument der Akzeptanz- und Demokratiepolitik. Er verbindet klare politische Haltung mit konkretem Handeln. Gerade angesichts zunehmender queerfeindlicher Anfeindungen ist es entscheidend, dass der Schutz von Minderheiten und die Stärkung von Akzeptanz fest in der Arbeit der Landesregierung verankert sind.“ 

Ähnlich wie in ganz Deutschland sind die Fallzahlen bei der Hasskriminalität gegenüber homosexuellen und queeren Menschen auch im südwestlichen Bundesland deutlich angestiegen, binnen kurzer Zeit verdoppelten sich die Vorfälle. Zudem berichteten CSD-Veranstalter gegenüber dem SWR zuletzt über eine Zunahme der Angst von Pride-Besuchern, Opfer von Gewalt zu werden. „Wer queere Menschen angreift, greift unsere Demokratie an. Akzeptanz, Vielfalt und der Schutz von Minderheiten sind keine Nebenthemen, sondern Kern unserer freiheitlichen Gesellschaft. Rheinland-Pfalz steht fest an der Seite der LSBTIQ-Community – mit klarer Haltung, konkreten Maßnahmen und verlässlicher Unterstützung“, so Littig weiter. 

Um dem entgegenzuwirken, wurden in Rheinland-Pfalz neben der präventiven Bildungs- und Aufklärungsarbeit auch gezielt Unterstützungs- und Beratungsstrukturen weiter ausgebaut. Dazu zählen unter anderem LGBTIQ+-Ansprechstellen bei der Polizei sowie Ansprechpersonen bei Staatsanwaltschaften. Ergänzt wird die Hilfe durch das Mainzer Projekt QUINT*, dessen Mitarbeiter queere Menschen mit Gewalterfahrungen und deren Angehörige beraten.

Fortschritte der letzten Jahre 

Der Grünen-Politiker bekräftigte überdies, dass in Rheinland-Pfalz die Akzeptanzpolitik ressortübergreifend verfolgt werde. Zu den weiteren Fortschritten in den letzten Jahren gehören demnach die Förderung von Familienvielfalt, die Sensibilisierung von Fachkräften in Kitas, Schulen, Pflege- und Gesundheitsberufen, die Verankerung von Vielfalt in Lehrplänen, der Ausbau der Gedenk- und Erinnerungsarbeit sowie der Einsatz für rechtliche Gleichstellung, unter anderem durch eine Bundesratsinitiative zur Stärkung von Zwei-Mütter-Familien.

Der Ministerrat hat den dritten Umsetzungs- und Fortschreibungsbericht zur Kenntnis genommen und zugleich das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration mit der Weiterführung des Landesaktionsplans „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“ beauftragt. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Schwuler Strand in Gefahr

Kanadas Aktivisten schlagen Alarm

Erosion setzt einem der bedeutendsten schwulen Treffpunkte Kanadas massiv zu – ohne rasche Maßnahmen könnte der Strand weitgehend bald verschwinden.
Sichtbarkeit im Fußball

LGBTIQ+-Persönlichkeiten im Fokus

Outsports hat zum Start der Fußball-WM eine Lister der wichtigsten und einflussreichsten offenen LGBTIQ+-Fußballer veröffentlicht.
Warnung von David Furnish

Sorge um HIV-Prävention

David Furnish sieht die Erfolge im Kampf gegen HIV/AIDS durch politische Entscheidungen, Kürzungen und Einschränkungen von LGBTIQ+-Rechten gefährdet.
David Hockney ist tot

Schwule Maler-Ikone gestorben

David Hockney ist tot. Mit ihm verliert die Kunstwelt einen ihrer bedeutendsten und einflussreichsten Künstler der Gegenwart.
Gesichtscan in Schwulenbar

Streitfall in San Francisco

Der Einsatz von Gesichtscans in mehreren Schwulenbars in San Francisco löst derzeit heftige Debatten über Datenschutz und Überwachung aus.
Ende für schwule Dating-App

Match Group beendet Archer

Drei Jahre nach dem Start stellt die Match Group die schwule Dating-App Archer ein und setzt stattdessen auf eine Beteiligung am Konkurrenten Sniffies
Homosexuellen-Verbot in Afrika

Südafrika verweigert Zustimmung

Südafrika stellt sich mutig gegen eine geplante afrikanische Charta, die Homosexualität verbieten und Menschenrechtsstandards einschränken würde.
Jugendschutz bei Social Media

Ethikrat lehnt Altersgrenze ab

Pauschale Verbote für soziale Medien sind nach Ansicht des Deutschen Ethikrats kein geeignetes Mittel zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.
Chemsex in der Community

Einnahme von Drogen nimmt zu

Der neue EU-Drogenbericht zeigt einen hohen Konsum psychoaktiver Substanzen, insbesondere bei Suchtstoffen im Bereich Chemsex.