Ohne Extragage für Stars RTL sichert sich "Let’s-Dance"-Bilder für KI-Nutzung
Anna‑Carina Woitschack, Milano und Joel Mattli müssen sich auf dem Parkett nicht nur tänzerisch beweisen, sondern auch vertraglich alles locker lassen – denn laut jüngsten Enthüllungen räumt ihnen der „Let’s Dance“-Vertrag bei RTL beinahe unbegrenzte Nutzung ihrer Mimik, Stimme, Körpersprache und emotionaler Ausbrüche ein – auch für Künstliche Intelligenz, weltweit und ohne zeitliche Begrenzung. Eine Sondervergütung dafür? Fehlanzeige. Dieser Vertragsknaller sorgt für ordentlich Gesprächsstoff im Promi-TV-Dschungel.
Das Wichtigste im Überblick
- Die Verträge bei "Let's Dance" erlauben der Produktion die Nutzung sämtlicher aufgezeichneter Materialen – inklusive unveröffentlichter Szenen – für KI-Systeme.
- Rechte an Mimik, Stimme, Gestik, Interviews und persönlichen Konflikten werden global und unbegrenzt gesichert.
- Keine zusätzliche Vergütung für die betroffenen Promis.
Warum RTL auf KI setzt
Ein Branchenkenner bringt es auf den Punkt: Das Reality-Genre mutiert zum gigantischen Datenpool. RTL darf Bild, Ton und Sprache der Kandidierenden mit KI verarbeiten – und das in einer Weise, die kommende, bisher gar nicht existierende Technologien gleich mit abdeckt. Deepfakes werden zwar nicht genannt, aber der juristische Spielraum bleibt bewusst großzügig.
Vertragsumfang im Detail
Die Verträge greifen weit über das Fernsehniveau hinaus. Geschwitzt im Training, Tränchen im Backstage, private Zankereien – alles kann archiviert und später für KI-Inhalte oder Datenanalysen genutzt werden. Das gilt ohne jede zeitliche oder örtliche Einschränkung. RTL schweigt zu den Details.
Hintergrund in Kürze
„Let’s Dance“ ist ein Urgestein unter den RTL-Shows, erstmals ausgestrahlt 2006. Moderiert wird die Sendung von Daniel Hartwich und Victoria Swarovski, das Finale steigt am Freitag, den 29. Mai 2026 mit den Finalistinnen und Finalisten Milano, Joel Mattli und Anna‑Carina Woitschack.
Und was kommt als Nächstes?
Die Show liefert Spannung auf dem Parkett – doch der wahre Knaller spielt sich hinter den Kulissen ab. Die Kandidatinnen und Kandidaten könnten künftig in KI-Highlights, emotionalen Datenanalysen oder digital aufgewerteten Rückblicken wiederkehren – ganz ohne dafür einen Cent extra zu erhalten. Ob das dem nächsten Tanzpartner oder Publikum gefällt, bleibt abzuwarten.
Mit diesem juristischen Paso Doble tanzt „Let’s Dance“ gerade einen Schritt voraus – auf dem Boden der Vertragsfreiheit.