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Loreena McKennitt „Lost Souls“

Von ds - 07.05.2018 - 07:00 Uhr
© Richard Haughton
Foto: © Richard Haughton
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Loreena McKennitt ist die Grand Dame und ungekrönte Königin des folkloristischen Pop. Ihre Musik, durchzogen von irischen, keltischen und orientalischen Motiven und eher traditionell instrumentalisiert, erwecken schon nach den ersten gelauschten Minuten einen entrückten und geheimnisvollen Zauber. Ihren Liedern wohnt stets eine Sehnsucht inne und eine weite, gefühlvolle Kraft, die tief berührt.

Geboren wurde Loreena McKennitt am 17. Februar 1957 in Morden, Kanada. Irische und schottische Wurzeln, sowie das Leben in Kanada prägten schon früh den freien Geist der Musikerin. Obwohl sie sich als Kind nichts sehnlichster wünschte, als Tierärztin zu werden, kam es doch anders – oder besser gesagt, die Musik kam zu Loreena, wie sie selbst gern sagt. Bereits 1978 gewann sie den DuMaurier-Nachwuchswettbewerb.

Wenige Jahre später mit rund 25 Jahren, zog Loreena McKennitt nach Stratford, Ontario, das auch jetzt noch ihre Heimat ist. Diese feste Verbundenheit zu einer Heimat und zu einem Ort spiegelt sich stets auch in ihrer späteren Musik wieder. Stratford als Heimat des renommierten kanadischen Shakespeare Festivals war für Loreena der ideale Start auf ihrem musikalischen Weg. Ihre ersten Veröffentlichungen, „Elemental“ (1985), „To Drive The Cold Winter Away“ (1987) und „Parallel Dreams“ (1989) erschienen auf ihrem eigenen Label Quinlan Road, das nach der Straße benannt wurde, in der ihr Haus liegt.

Das machte und macht McKennitt zu etwas sehr Einmaligem in der Musikbranche: Sie schreibt und komponiert ihre Musik nicht nur überwiegend selbst, sondern veröffentlicht diese auf einem eigenen Label, das sie selbst leitet. Ein Engagement, dass sich – letztendlich auch durch ihre unermüdlichen Tourneen und Straßenkonzerte – schließlich „bezahlt“ machte. Bezahlt im übertragenen Sinn, denn Loreena war nie auf das Geld aus, das es zu verdienen gegeben hätte, sondern machte ihre Musik als Herzensangelegenheit.

Der große Durchbruch gelang ihr mit „The Mak and Mirror“ (1994) das hohe Platzierungen außerhalb von Kanada vor allem in den USA und Deutschland erreichte, gefolgt von „The Book Of Secrets“ (1997) das bis dato ihr erfolgreichstes in finanzieller Hinsicht gewesen sein dürfte. Es folgten zahlreiche weitere Studioalben und Livealben, die sich allesamt erfolgreich platzierten. Neben dem Heimatland Kanada stellten sich vor allem die deutschen Fans mit als die treuesten heraus. Vorläufig gekrönt wurde die Karriere mit dem Best-of „The Journey so far“ (2014).

In den folgenden Monaten war Loreena wieder auf Tour und Reisen und sammelte Eindrücke aus ihren Erlebnissen. 2017 begannen dann die Aufnahmen zum neuen Album „Lost Souls“, doch hatte sie bis dahin schon einige Lieder aufgenommen. Inspiration für das neue Material fand McKennitt beim Lesen von Poesie und Dichtkunst. Elemente, die sich auf „Lost Souls“ im besonderen Maße hervorheben, und mit den typisch orientalischen und keltischen Musikelementen verbinden. Eine artistische Vielfalt, mit der Loreena beweist, wie gut Traditionelles mit Modernem harmonieren kann. Neun wundervolle neue Lieder, deren lang nachwirkende Emotionen wie eine schöne Erinnerung sind, die man immer wieder in gedanklichen Bildern aufleben lässt.

ab 11. Mai erhältlich

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