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TikTok-Creator Grammatico prangert sexuelle Belästigung an

Homosexuelle Belästigungen TikTok-Star Grammatico prangert sexuelle Annäherungen an

tb - 03.06.2026 - 21:30 Uhr
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Gianpaolo Grammatico, ein bekannter Creator auf TikTok mit über 124.000 Followern, hat in einem kürzlich veröffentlichten Video berichtet, dass er in den letzten Monaten Ziel von Belästigungen durch homosexuelle Männer geworden sei: Er habe regelmäßig sexuell explizite Fotos, anzügliche Nachrichten und unerwünschte Videoanrufe erhalten — auch, wie er sagt, von bekannten Fernsehgesichtern — so dass er erklärte: „Jeden Tag bekomme ich etwa zehn Schw**ze im Chat … widerliche Nachrichten.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Grammaticos Beiträge werden auf TikTok von über 124.000 Menschen verfolgt
  • Er behauptet, auch von bekannten Persönlichkeiten des Fernsehens unerwünschte Fotos und Videos erhalten zu haben.
  • Zu den Belästigungen zählt er außerdem unerwünschte körperliche Berührungen während eines Abends, die ihn in eine schwierige Lage gebracht hätten, so dass er befürchtete, als homophob dargestellt zu werden, falls er reagiert hätte

Unterschiedliche Wahrnehmungen von Begehren

Der Creator berichtete von einem Unterschied in seiner Reaktion auf die erhaltenen Annäherungsversuche: Fotos von Frauenkörpern habe er als „angenehm“ wahrgenommen, während er die von Männern erhaltenen als widerlich bezeichnete. Diese Differenz spiegele seiner Meinung nach eine größere Toleranz gegenüber weiblichem Begehren wider.

Die Antwort von Aldo Giarelli

Der LLGBTIQ+-Creator Aldo Giarelli reagierte darauf und kritisierte die Unterscheidung Grammaticos zwischen männlichem und weiblichem Begehren. Giarelli stellte fest, dass es das Begehren hierarchisiere, wenn man das von Frauen als „schön“ und das von Männern als „widerlich“ bezeichne: Männlichkeit werde durch weibliches Begehren gestärkt, während männliches Begehren als Bedrohung oder Machtverlust erlebt werde.

Grammaticos Klarstellung und Fokus auf Zustimmung

Grammatico antwortete, indem er die Analyse Giarellis teilweise anerkannte und betonte, dass sich der wahrgenommene Unterschied auf die „Art des Inhalts“ und seine persönliche Toleranz beziehe, nicht auf die Belästigung an sich. Er unterstrich, dass das zentrale Thema Einvernehmlichkeit sei und dass jede unerwünschte Zusendung — egal ob von Brüsten oder Genitalien — eine Belästigung darstelle. Außerdem erklärte er, dass Hartnäckigkeit von Seiten eines Mannes selbst für einen körperlich starken Mann wie ihn einschüchternd oder gefährlich wirken könne, und fügte hinzu: „Meine Aussage bezieht sich auf Einvernehmlichkeit und männliche Erziehung“.

Was bedeutet das für die Diskussion?

Der Fall eröffnet Raum für Reflexion darüber, wie nicht einvernehmliche Annäherungen je nach Geschlecht unterschiedlich wahrgenommen werden. Er wirft konkrete Fragen auf: Wie kann das Bewusstsein für die Bedeutung von Einvernehmlichkeit unter heterosexuellen Männern gestärkt werden? Inwiefern beeinflussen kulturelle Stereotype die Wahrnehmung von Begehren?

Während man auf weitere Entwicklungen wartet, bleibt die Debatte über sexuelle Aufklärung, Regeln der digitalen Kommunikation und Sensibilität gegenüber jeglicher Form unerwünschten Kontakts offen.

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