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Movember: Zeit für nen Schnurrbart
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Movember Zeit für nen Schnurrbart

id - 29.10.2019 - 12:00 Uhr

Magnum hat einen, Super Mario, Charlie Chaplin und Hulk Hogan ebenso wie Salvador Dali und Horst Licher. Sie kommen zwar alle in unterschiedlichen Formen daher, doch eines haben sie gemeinsam: Es sind Schnurrbärte. Im Jahr 2003 wurde der MOVEMBER – einer Wortschöpfung aus dem Moustache für Schnurrbart und dem Monat November. Erstmals im australischen Adelaide von einer Gruppe junger Männer veranstaltet. Ihr Ziel: Das Augenmerk auf das Thema Männergesundheit zu lenken. Und wodurch? Indem sie sich einfach Schnurrbärte wachsen ließen. Heute gibt es die MOVEMBER-Bewegung weltweit und es wurden mittlerweile Spenden in Höhe von mehr als 485 Millionen Euro gesammelt.

Die Erlöse kommen der Forschung und verschiedenen Organisationen aus der Krebsvorsorge zugute. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei nach wie vor auf die bei Männern am häufigsten vorkommenden Krebsarten Prostata- und Hodenkrebs, aber seit einigen Jahren hat auch das Thema Suizidprävention einen großen Stellenwert eingenommen.

Movember: Mo Bros Fab

Die Männergesundheit steckt gewissermaßen in der Krise: Im Durchschnitt sterben Männer noch immer rund fünf Jahre jünger als Frauen. Und auch die Selbstmordrate ist bei Männern deutlich höher als beim weiblichen Geschlecht. Das sind keine guten Nachrichten und MOVEMBER spricht dieses Thema offen an. Gemeinsam mit Botschaftern aus Sport, Film und Gesundheit macht die gemeinnützige Organisation den November zum MOVEMBER und legt damit den Fokus einen Monat lag auf ein wichtiges Thema: Die Gesundheit von Männern.

Weltweit nehmen sich jedes Jahr mehr als 500.000 Männer das Leben. Das ist ein Mann pro Minute. Neben den Themen Despressionen und Suizidprävention setzt sich MOVEMBER gezielt für die Forschung und Bekämpfung von Prostata- und Hodenkrebs ein – und das ist auch nötig. Weltweit sterben jedes Jahr über 300.000 Männer an Prostatakrebs. Bis 2022 wird die Zahl der Männer, die darunter leiden, um 50 % steigen. Und die Hodenkrebsrate hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt. „Wenn man sich diese Zahlen vor die Augen führt, ist man geschockt,“ sagt Michael Fischer, European Country Manager, Movember. „Wir machen viel zu wenig, um das zu ändern. Fragt man beispielsweise einen Mann zwischen 20 und 30 Jahren, ob er sich regelmäßig die Hoden abtastet oder einen Urologen des Vertrauens hat, an den er sich wendenkann, ist die Antwort ein ganz klares Nein. Hodenkrebs ist bei jungen Männern der am häufigsten diagnostizierte Krebs. Mehr als 4.300 Männer erkranken jährlich daran.“

Movember: Schnurrbart

Männer sind in Sachen Gesundheit ja gemeinhin schon immer etwas zögerlich. Da wird der harte Kerl herausgeholt und etwaige Wehwehchen werden erst mal ignoriert. Das soll sich mit dem MOVEMBER ändern. Doch wie wird man nun Teil der MOVEMBER-Bewegung?

Nun, ganz einfach: Man registriert sich auf www.de.movember.com und richtet sich dort sein ganz persönliches „Mo-Bro“-Profil ein. Dort kann man(n) seine Beweggründe, seine Ziele und vieles mehr kundtun. Und dann heißt es am 1. November glattrasieren und mit der „Züchtung“ des Moustache – des „Mo‘s“ zu beginnen. Und dann kommt der gute Zweck ins Spiel – und dass gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen sind jedem Mo früher oder später die Frage sicher, was das Ganze soll. Hier kann man dann die Chance nutzen, sich einmal über die Gesundheit bei dem männlichen Geschlecht auszutauschen. Zum anderen können sie mit kreativen Aktionen ihre Familie, Freunde, Kollegen und Bekannten dazu ermuntern, ihnen für ihren wachsenden Schnurri etwas zu spenden, was am Ende dem guten Zweck zu Gute kommt. Und weil es im Team noch viel mehr Spaß macht, schließen sich hier viele zu lustigen Teams zusammen – teilweise mit wirklich amüsanten Namen. Auch die SCHWULISSIMO-Redaktion geht in diesem Jahr mit einem Team an den Start und wir sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Movember: Schnurrbart

Bleibt natürlich für jeden Einzelnen erst einmal die Frage: Welcher Schnurrbart soll es am Ende werden. Eher der „Rock Star“? oder doch lieber den „Trucker“ oder den „The After Eight“? Oder auch die Frage: wächst mir überhaupt ein Schnurrbart, oder wird es nur ein Flaum bleiben, so wie wir es auch bei einem unserer Redakteure vermuten? Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Im November 60 km ablaufen – egal ob laufend oder im Schritttempo. Aber warum gerade 60 Kilometer? Dieses hat mit der Thematik der Suizidprävention zu tun, denn jede Stunde setzen weltweit 60 Männer ihrem Leben durch Selbstmord ein Ende. Ganz gleich ob als Mo-Bro mit Schnurrbart oder als Kilometerfresser, jeder kann etwas tun, um das Thema wirklich zu einem Thema zu machen – und dass hoffentlich nicht nur im November! Daher gilt: besser Vorsorgeuntersuchungen machen lassen, als einfach alles laufen zu lassen.

Movember: Schnurrbart

Gesundheits-Facts

Prostatakrebs
Prostatakrebs ist die dritthäufigste Todesursache bei deutschen Männern. Prostatakrebs tritt auf, wenn sich einige Zellen der Prostata deutlich schneller als normal reproduzieren, wodurch ein Tumor entsteht. Wenn keine Behandlung erfolgt, können die Prostatakrebszellen über die Prostata hinaus streuen und entferntere Körperteile befallen, insbesondere die Lymphknoten und Knochen, und so sekundäre Tumore bilden, ein Prozess, den man Metastasenbildung nennt.

Hodenkrebs
Hodenkrebs ist die am weitesten verbreitete Krebsart bei jungen Männern zwischen 25 und 45 Jahren. Zu über 90 % entwickelt sich Hodenkrebs in den Keimzellen, die für die Spermaproduktion zuständig sind. Sekundäre Hodentumore werden durch Krebszellen verursacht, die von anderen Stellen des Körpers gestreut und die Hoden befallen haben (Metastasenbildung). Diese Art von Hodenkrebs ist viel seltener als die vorher erwähnten.

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