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Mein schönstes Liebeserlebnis: Wax mich!
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Apropos Erotik Mein schönstes Liebeserlebnis: Wax mich!

rb - 08.09.2019 - 18:00 Uhr

Ich habe es satt. Satt, dass ich alle paar Tage meinen Sack rasieren muss. Denn ich trage im Sommer gerne hübsche Tangas. Da machen sich die Büschel an den Rändern nicht so gut.

Rasieren geht zwar prima zu Hause, aber man muss höllisch aufpassen. Und zwischen den Pobacken geht gar nichts – ohne fremde Hilfe. Waxing könnte die Lösung sein.

Allerdings habe ich gehört, dass das ganz schön weh tut. Versuch macht klug! Ich also zum Fachmann um die Ecke gegangen. Der hat ein Sonderangebot am Laufen, mit Sugaring. Also das Ganze mit Zuckermasse. Soll noch besser sein, sagt er. Und je öfter, desto einfacher die Prozedur, weniger Schmerzen.

Mmh, also Schmerzen kann ich ja noch ertragen. Aber was ist, wenn mein Untermieter plötzlich auf dumme Gedanken kommt? Entspannte Atmosphäre, Samba-Musik, warme Hände und warmer Wachs. Kopfkino der Peinlichkeit: Ungewollte Erektion!

Gut, da muss ich jetzt durch. Ich entscheide mich für den Klassiker mit Wachs. 30 Minuten soll es etwa dauern. Das Wartezimmer ist ziemlich voll. Ich setze mich neben einen netten Herren, der aufmerksam in einer Frauenzeitschrift blättert.

Er liest gerade einen Artikel über Trends der Intimbehaarung. Ich schaue verstohlen mit rein. „Möchten Sie...?“, fragt er mich mit einem Lächeln und bietet mir die Zeitschrift an. „Nein, nein, ich bin nur ein bisschen nervös, wissen Sie – mein erstes Mal.“, entgegne ich. „Also eigentlich ist ja der Kahlschlag ziemlich out, heißt es hier im Artikel.“, sagt mein Sitznachbar mit ernster Stimme. „Ich mache das seit Jahren wegen der Hygiene, ich bin nämlich sehr stark behaart, da unten...“, meint er.

Der Mann hat also Erfahrung. Wir kommen so langsam ins Gespräch. Wir reden auch über die Enthaarung der Poritze. Bei dem Wort ist es plötzlich totenstill im Raum. Ok, wir flüstern jetzt. Schon sind wir beim „Du“. Er weiß eine Menge zum Thema.

Dann ist er dran mit der Behandlung. „Bist du bei FB?“ Wir tauschen kurz den Kontakt. Dann rauscht er in die Kabine. Etwas später werde ich zur Behandlung gebeten. Auf die Liege geht es. Gottseidank, eine ältere Dame soll sich um mich kümmern. Entwarnung wg. Pillermann ganz groß!

Nein, die komplette Behandlung möchte ich nicht, nur Genitalien. Sie streicht behutsam den warmen Wachs auf mein bestes Stück. Dann wird abgezogen. Autsch! Und nochmal Autsch...und nochmal. Dann arbeitet die Dame sehr detailliert mit der Pinzette nach, um auch wirklich noch den kleinsten Haar-Schlingel zu erwischen.

Das ziept auch ganz schön. Danach wird alles ganz behutsam mit einer Creme versorgt. Ist etwas wund und rot geworden. Und ich danke, dass es vorbei ist. Ich soll die Stelle weiterhin schonen und  mit Pflegemitteln behandeln. Sauna, Schwimmbad, Sonnenbad und Bumsen erst mal nicht. Sehr anderes Gefühl.

In der Straßenbahn gucke ich nach und habe schon eine Freundschaftsanfrage. Ich bestätige. Auf dem Profil von Eduard sehe ich, dass er ein Bär ist, mit ganz vielen Bärenfreunden.

Nun, das ist eigentlich nicht meine Sparte. Aber wir haben uns ja gut verstanden. Also schicke ich ihm eine Nachricht wegen Treffen und so. Dann kommt seine Message zurück: Er fragt mich, wie es denn so war. Wir telefonieren. Er erzählt mir von einem Bärentreffen der besonderen Art. Denn Waxing kann auch zum Lustgewinn dienen. Hää?

Ein paar Tage später sind wir in seinem Club verabredet. Dort stehen eine Menge stämmiger Herren an der Bar. Im Nebenzimmer geht es dann zur Sache. Gegenseitiges Rückenenthaaren. Große Flächen, viele Haare. Die schwitzenden Männer jaulen vor Schmerz und Freude. Das muss man mögen.

Nach dieser interessanten Erfahrung nehmen wir noch einen Absacker gemeinsam und kommen uns auch körperlich näher. Eduard ist ein vorzüglicher Küsser. Ich bin ja eher von der romantischen Sorte. Dann möchte er sehen, wie das Resultat meiner Behandlung geworden ist. Aber ganz sicher nicht auf dem Klo!

Wir fahren zu ihm, nettes Apartment, sehr geschmackvoll eingerichtet. Eduard ist studierter Kunsthistoriker. Er hält mir einen  kleinen Vortrag über die Geschichte der Schambehaarung. Also, in der Antike haben sie wohl auch schon tüchtig enthaart. Dann wird es gemütlich.

Ich ziehe meine Skinny-Jeans langsam aus, der rote Tanga kommt zum Vorschein. Ich merke, wie ihm das Wasser im Munde zusammen läuft. Dann betrachtet er das gewachste Werk von allen Seiten, das dabei allmählich erwächst. Wir machen Liebe. Mein erstes Mal mit einem Bären. Da wird man ordentlich bearbeitet. Macht richtig Laune.

Erschöpft liege ich danach in seinen starken Armen und seufze vor Glück. Nach dem Frühstück haben wir noch einen schönen Tag zusammen, es ist Wochenende. Damit wir noch mehr Spaß zusammen haben, übernimmt er mit kundigen Fingern auch die Enthaarung meiner Poritze. Geht doch. Der Twink und der Bär, great couple – deep in love :P

 

Wissen zum Schluss

Haare, da unten...

Laut Forschung dient die Schambehaarung als Speicher für sexuelle Duftstoffe. Auch als Schutz vor Kälte und mechanischen Einwirkungen soll sie nützlich sein. Ebenso kann die Intimbehaarung allerdings für Filzläuse und anderen Parasiten zur Heimat werden. Daher ist grundsätzlich nichts gegen Enthaarung im Intimbereich einzuwenden. Dabei sollte man auf die entsprechende Pflege nach einer Behandlung achten. Die Rasur hält nur kurze Zeit vor. Waxing und Sugaring sind nachhaltiger, da es sich um Epilation handelt.

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